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Ungarn: Orkanartige Stürme kippen LKW um

Seit Tagen dauerte in Ungarn der Sturm an. Am 23. und 24. Oktober 2017 erreichte er seine größte Stärke und sorgte sowohl in Transdanubien als auch in Ostungarn für enorme Schäden und Verwüstungen. Informationen des meteorologischen Dienstes zufolge meldete die Messstation in Balatonföldvár am Montagnachmittag die höchsten Windgeschwindigkeiten von 113 km/h.



Landesweit wurden vom orkanartigen Sturm Lkws umgerissen, Bäume entwurzelt, Gärten verwüstet, sowie große und kleine Äste von den Bäumen gerissen. Diese führten zu Schäden an Wohnhäusern und Nebengebäuden. Vielerorts kam es zeitweise zu bedeutenden Behinderungen im Straßenverkehr. „Allein im Komitat Veszprém kamen vier Transporter mit Anhänger ins Schleudern und kippten auf die Seite“, sagte die Polizeisprecherin des Komitates, Virág Aradi. „Bei den Unfällen auf der Hauptverkehrsstraße 8 bei Öskü, Sóly und Pétfürdő, sowie auf der Hauptstraße 77 zwischen Tótvázsony und Nagyvázsony kam es nur zu bedeutenden Sachschäden, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.“

Starker Wind verursacht immer häufiger Schäden in der Natur und in Siedlungen. Er ist auch für Menschen vor allem im Freien gefährlich. Um rechtzeitig vorwarnen zu können, wird der Wind je nach Geschwindigkeit in Windstärken eingeteilt. Von starkem Wind spricht man bei Windgeschwindigkeiten von 39-49 km/h, steifer Wind weht mit Geschwindigkeiten von 50-61 km/h, stürmischer Wind bei 62-74 km/h, Sturm bei 75-88 km/h, schwerer Sturm bei 89-102 km/h und orkanartiger Sturm bei 103-117 km/h. Bei Windgeschwindigkeiten über 117 km/h spricht man von einem Orkan. Auf der Beaufortskala markiert dieser Wert die höchste Stufe, eine Windstärke von 12 Bft.

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