Grippewelle in Ungarn: Besuchsverbot in Krankenhäusern

Der Sprecher des Nationalen Gesundheitsinstitutes OKI sagte am 1. Februar 2018 im Kossuth Radio, dass die diesjährige Grippewelle leichter verlaufe als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es wären in der Woche davor landesweit 31.350 Patienten mit Grippe-Symptomen beim Hausarzt vorstellig geworden, während es im Jahre 2017 um diese Zeit Hunderttausende gewesen waren.



Noch am selben Tag gab der Landesamtsarztdienst ÁNTSZ bekannt, dass sich überall im Land immer mehr Krankenhäuser gezwungen sehen, bis auf Weiteres ein allgemeines Besuchsverbot zu verhängen, um die Infektionen durch Grippeviren einzudämmen. Danach kamen Tag für Tag weitere medizinische Einrichtungen dazu.

Am 9. Februar 2018 wurde auch im Csolnoky Ferenc Krankenhaus von Veszprém Besuchsverbot ausgesprochen, sagte Direktor Gyula Dávid. Die Zahl der Neuerkrankten sei im gesamten Komitat drastisch gestiegen. Das Besuchsverbot diene in erster Linie dem Schutz der Patienten. Vom Verbot können nur die Besucher von Patienten im Endstadium, sowie Eltern, die ihre Kinder begleiten müssen, ausgenommen werden.

Der Landesamtsarztdienst veröffentlicht auf seiner Website eine Liste der betroffenen Krankenhäuser, die fortlaufend aktualisiert wird. Am 9. Februar 2018 waren weit mehr als fünfzig Einrichtungen von einem teilweisen, auf bestimmte Stationen und Ordinationen beschränkten oder von einem allgemeinen (teljeskörű), für alle Stationen geltenden Besuchsverbot betroffen.

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