Notfall-Kardiologie im Herzkrankenhaus von Balatonfüred

Im Komitat Veszprém sank in den letzten zehn Jahren die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkt von 20 Prozent auf 5 Prozent, berichtete das Bezirksblatt Veszprém Napló. Einen wichtigen Anteil daran habe das Staatliche Herzkrankenhaus in Balatonfüred.



Im Állami Szívkórház Balatonfüred werden jährlich siebentausend Patienten behandelt, berichtet Direktor Dr. Gábor Veress. Neben der Rehabilitation von Herzpatienten versieht das Krankenhaus mit seinen 440 Betten seit mehr als fünfzehn Jahren auch die Notfall-Kardiologie der Region. In Balatonfüred werden alle invasiven kardiologischen Verfahren mit Ausnahme der großen Operation am offenen Herzen durchgeführt.

Dr. Veress zufolge ergeben sich die meisten kardiologischen Probleme aus einer ungesunden Lebensweise: stressiger Lebensstil, Rauchen, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung bilden die Hauptrisikofaktoren. Die Rehabilitation wird deshalb in Balatonfüred als komplexe Behandlung durchgeführt, bei der die Patienten neben Kardiologen auch von Diaetologen, Psychologen, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern betreut werden.

Dr. Veress arbeitet seit vierzig Jahren im Krankenhaus, seit zwanzig Jahren ist er dessen Leiter. In den 90-iger Jahren sammelte er wertvolle Erfahrungen in den USA und war einer der Ersten im Land, der klinische, elektrophysiologische Untersuchungen anwendete. Auch in den folgenden Jahren führte er immer auf der Höhe der Zeit zahlreiche Neuerungen ein. In Balatonfüred werden jährlich etwa 300 Pacemaker, 1500-2000 Stents eingesetzt und Erweiterungen durchgeführt, sowie 300-400 Herzinfarktpatienten operiert, führte der Direktor weiter aus.

Im Krankenhaus sind 400 Mitarbeiter beschäftigt, 200 davon gehören zum medizinischen Fachpersonal. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit wurden in den letzten Jahren 150 Fachpublikationen veröffentlicht und zahlreiche Vorträge auf nationalen, sowie internationalen Kongressen gehalten. Das Institut spielt auch eine große Rolle bei der Ausbildung von jungen Ärzten.

In den letzten Jahrzehnten konnte das Krankenhaus dank bedeutender EU-Fördermittel viele Investitionen tätigen, die sowohl die Gebäude als auch die technische Ausstattung und das Personal des Krankenhauses betrafen. Dank der guten Arbeitsbedingungen hat das Herzkrankenhaus keinen Arbeitskräftemangel. Direktor Veress fordert von seinen Mitarbeitern einerseits hohe Fachkenntnis und Schnelligkeit bei der akuten Versorgung der Patienten und andererseits viel Empathie und Geduld für die Patienten ab.

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