Motorradfahrer gegen alle Regeln durch Debrecen

Bei einer halsbrecherischen Flucht vor der Polizei hat ein Motorradfahrer in der ostungarischen Stadt Debrecen in mehr als 40 Fällen insgesamt 20 Verkehrsregeln verletzt. Sechsmal fuhr er bei Rot über die Kreuzung, mehrfach raste er auf der linken Straßenseite, benutzte Einbahnstraßen gegen die erlaubte Richtung, überholte an Zebrastreifen und preschte durch stehende Fahrzeugkolonnen, teilte die Polizei des Komitats Hajdu-Bihar am Donnerstag mit.

Die Polizeistreife hielt alles auf Video fest, bis sie wegen Ungallgefahr die Verfolgung aufgab. Der junge Mann entgeht jedoch nicht der Strafe, denn zu Hause warteten bereits Polizisten auf ihn. Wegen der vielen Regelverstöße muss er mit einem Jahr Führerscheinentzug und einer Geldstrafe bis zu 100 000 Forint (etwa 400 Euro) rechnen.

Flughafen in Siófok öffnet nach zwei Jahren Pause

Die Balaton-Stadt Siófok ist in der kommenden Urlaubssaison wieder auf direktem Wege mit kleinen Flugzeugen zu erreichen. Nach zwei Jahren Pause will die Stadt den Flughafen im Ortsteil Kiliti wieder öffnen, teilte Bürgermeister Árpád Balázs am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit. Dann könnten Lufttaxen mit bis zu 30 Passagieren oder Privatflugzeuge in Siófok landen. Vom kommenden Jahr an möchte die Stadt den Flughafen das ganze Jahr hindurch offen halten.

Dem Internetportal NAPI online sagte Balász, Siófok habe Ende vorigen Jahres das Eigentumsrecht am Flughafen für 200 Millionen Forint (etwa 400 000 Euro) gekauft. Für die nächsten fünf Jahre soll eine Milliarde Forint (rund vier Millionen Euro) investiert werden.

Neue Fährlinie für den Balaton

Eine neue Fährverbindung auf dem Balaton soll im nächsten Jahr zwischen Fonyód und Badacsony den Verkehr aufnehmen. Damit wird das Übersetzen zwischen den beiden Siedlungen am westlichen Plattensee bedeutend schneller, heißt es in einem Bericht des Internetportals www.keszthelystart.hu. Außerdem lässt sich die Autobahn M7 Budapest-Adria innerhalb von 25 Minuten erreichen statt der bisherigen anderthalb Stunden.

Die Balaton-Schifffahrts AG reicht die Machbarkeits-Studie in diesen Tagen beim Wirtschaftsministerium ein. Für die 2009 zu beendende Investition sind etwa drei Milliarden Forint (etwa 12 Millionen Euro) veranschlagt. Der Verkehr soll mit zwei neuen Schiffen abgewickelt werden, die jeweils eine Milliarde Forint kosten. Parallel zur Einrichtung der Fährlinie soll auch der Hafen von Fonyód erweitert werden.

Ein- und Zwei-Forint-Münzen verschwinden

Nur noch bis einschließlich Freitag dieser Woche (29.2.) gelten die Ein- und Zwei-Forint-Münzen in Ungarn als Zahlungsmittel. Am 1. März zieht sie die Ungarische Nationalbank aus dem Bargeldverkehr. Bis dahin können sie noch bei Einkäufen verwendet oder für wohltätige Zwecke gespendet werden, teilt die Bank mit. Geschäfte müssen je Einkauf und Münzwert 50 Stück annehmen, die Post und Handelsbanken 100 Stück unentgeltlich umtauschen.

Da die Münzen vom Samstag an nicht mehr im Bargeldverkehr eingesetzt werden können, runden Händler die jeweilige Endsumme – nicht die einzelnen Posten – auf Null oder Fünf. Bei elektronischen Geldbewegungen wie etwa dem Zahlen mit der Geldkarte muss nicht gerundet werden, da 1 Forint als Abrechnungseinheit auch künftig bestehen bleibt.

Analysen hätten gezeigt, dass die kleinen Münzwerte immer weniger verwendet werden, da sie an sich keine nennenswerte Kaufkraft darstellen, argumentiert die Nationalbank. Ein Großteil der Münzen verschwinde und nehme so nicht aktiv am Bargeldverkehr teil. Außerdem bedeute der Anstieg der Weltmarktpreise für Metalle erhebliche Mehraufwendungen bei der Produktion der Münzen.

Mutter in Ungarn schießt ihren Sohn nieder

Eine Budapesterin hat am Montag in Budapest ihren 25-jährigen Sohn nach einem Wortwechsel niedergeschossen. Die schnelle medizinische Hilfe brachte den jungen Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, teilte das Budapester Polizeipräsidium mit. Zur Art der Schusswaffe, für die der Vater einen Waffenschein hat, wollte sich die Polizei später äußern.

Gegen die 47-jährige Mutter wurde ein Verfahren wegen des begründeten Verdachts auf versuchten Totschlag eingeleitet. Sie wurde in Gewahrsam genommen.