Drei Tote bei Unfall auf der Autobahn M3

Eger – Beim Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge auf der Autobahn M3 (Budapest – Debrecen/Nyíregyháza) im östlichen Ungarn sind am Montag drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Sattelschlepper mit Bananen hatte bei Füzesabony (Komitat Heves) einen Personenwagen unter einen mit leicht entflammbarem Paraffin beladenen Kesselwagen geschoben. Dabei waren die beiden Insassen des Pkw verbrannt, berichtet die Feuerwehr. Das Feuer griff auch auf den hinteren Teil des Kesselwagens und den Lkw über, dessen Fahrer in seiner Kabine verbrannte. Die Autobahn blieb mehrere Stunden lang gesperrt.

Wein-Skanzen für die Kulturhauptstadt

Pécs – Im Gesamtbild der Kulturhauptstadt Europas 2010 Pécs wird auch der Wein seine gebührende Rolle spielen. Dafür sorgt der Eigentümer des erfolgreichen Buchverlages Alexandra, Dezső Matyi, der bis dahin für sieben Milliarden Forint (28 Millionen Euro) in dem als Fabrikstadt bekannten Ortsteil von Pécs (Fünfkirchen) einen Wein-Skanzen und in Verbindung dazu ein Vergnügungs- und Veranstaltungszentrum erbaut.

In der Anlage finden unter anderem 44 Weinkeller, ein Zentralgebäude mit Glaskuppel und eine Schaukellerei Platz, sagte Matyi der Zeitung „Dunántúli Napló“. Das Ganze soll eine Fläche von 18 000 Quadratmeter einnehmen. Nach dem Willen des Investors soll im Herbst nächsten Jahres Baubeginn sein, so dass bereits ein Jahr später Gäste kommen können. Maximal 5000 Menschen werden sich zu gleicher Zeit an diesem Ort des Weines vergnügen können, wenn es sein muss, auch auf einer einzigen Großveranstaltung.

Als Verleger will Matyi aber auch unentgeltiche Literaturtreffen, musikalische und andere kulturelle Höhepunkte gestalten. Das Hauptgebäude, dessen Kuppel elektronisch geöffnet werden kann, wird auch ein Ort für Geschäftstreffen und Konferenzen sein.

Ryanair erweitert Ungarn-Flugnetz

Budapest – Der irische Billigflieger Ryanair will sein Netz in Ungarn von bisher zwei auf künftig neun Linien ausbauen. Die Gesellschaft gibt aus diesem Anlass 200 unentgeltliche Tickets aus, berichtet der private Rundfunksender „Gasdasági Rádió“ (Wirtschafts-Radio). Steuern und Gebühren müssen jedoch gezahlt werden.
Neben den Linien Balaton-London und Balaton-Frankfurt macht Ryanair sieben Linien von Budapest aus auf. Angeflogen werden Dublin, Glasgow, Easst Midlands, Bristol, Liverpool, Bremen und Frankfurt-Hahn.
Ryanair betreibt in 26 Ländern 560 Billiglinien. Bis Ende März 2008 wird der Flugzeugpark des Unternehmens aus 163 Boeing 737-800 bestehen. Für die nächsten fünf Jahre ist eine Erweiterung um 99 Maschinen geplant. Voraussichtlich wird Ryanair in diesem Finanzjahr 50 Millionen Fluggäste befördern.
Nach Budapest kam Ryanair mit optimistischen Plänen, die sich auf die Erweiterung des Marktes stützen. Im ersten Jahr rechnet die Gesellschaft auf ihren Linien von Budapest-Ferihegy auf 420 000 Passagiere. Im zweiten Jahr hofft sie auf ein 50-prozentiges, danach auf ein 20- bis 25-prozentiges Wachstum.

Neue Rettungsschiffe für den Balaton

Siófok – Neue Rettungsschiffe und ein besseres Sturmwarnsystem plant der Sicherheitsbeirat der Balatonregion für den Plattensee. Zudem sollen eine größere Zahl gut ausgebildeter Wasserretter eingesetzt und die Leitung der Rettung besser koordiniert werden, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Péter Jamrik, der Web-Site inforadio.hu. Für die Realisierung der Pläne sei jedoch eine stärkere staatliche Untersützung notwendig.

Nach den Vorstellungen des Beirates soll eine komplexe Wassersicherheit für den Balaton erreicht werden. Teile davon seien die Prävention, Information, Entwicklung des Rettungs-Wachdienstes am Strand und die Organisation des Wasser-Rettungsdienstes. Bislang versehen mehrere Organe die Aufgaben ohne einheitliche Organisation. Als ersten Schritt wolle man die Koordinierung dieser Organe erreichen, sagte Jamrik. Außerdem würden mehrere spezielle Rettungsschiffe gebraucht, auf denen ein Arzt Dienst tut und die über eine ähnliche Ausrüstung verfügen wie Rettungswagen. Von staatlicher Seite wären für die Vorhaben bis zu 1,5 Milliarden Forint (etwa 6 Millionen Euro) nötig.

Obdachloser in Ungarn stirbt Kältetod

Szolnok – In der Komtatsstadt Szolnok ist ein 58-jähriger Obdachloser am zurückliegenden Wochenende an Auskühlung gestorben. Wie die Polizei am Mittwoch der Nachrichtenagentur MTI mitteilte, wurde der Tote auf einer Straße gefunden. Es komme selten vor, dass in der Stadt an der Theiß ein Obdachloser den Kältetod stirbt, da sich das humanitäre Zentrum von Szolnok an kalten Tagen besonders um die Obdachlosen kümmere, sagte eine Polizeisprecherin. Nach Angaben des Zentrums leben in der Stadt 130 bis 150 Menschen ohne eigenes Dach über dem Kopf, ihre Zahl wachse ständig. Im kalten Winter des Jahres 2005 waren im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok zehn Menschen durch Frosteinwirkung gestorben.