Neue Bäderstadt in Transdanubien

Szigetvár – Das südliche Transdanubien ist um eine Bäderstadt reicher: Das etwa 35 Kilometer westlich von Pécs gelegene Szigetvár hat für 1,8 Milliarden Forint (rund 7,2 Millionen Euro) auf dem Gelände des bisherigen Thermalbades eine völlig neue Anlage errichtet. Die ursprünglichen Zeitpläne für die Übergabe mussten seit Baubeginn vor drei Jahren mehrfach geändert werden. Dabei entstand jedoch eine attraktive Bäderwelt, von der auch eine Belebung des Fremdenverkehrs erwartet wird.

Den Badegästen stehen sieben Becken zur Verfügung. Das Freibad wurde für 640, das Schwimmbecken für 200 und das eigentliche Heilbad für 500 Personen berechnet.

Das in Szigetvár geförderte Heilwasser gehört nach Angaben des Betreibers zu den effektivsten in Ungarn. Es kommt aus einem 1966 gebohrten Brunnen mit einer Temperatur von 62 Grad aus 800 Metern Tiefe. Es enthält Natriumchlorid, lkali-Hydrogenkarbonat. Sein hoher Fluorid-Gehalt hemmt das Fortschreiten von Osteoporose.

Außerdem kann das Wasser gegen rheumatische Beschwerden, Krankheiten des Bewegungsapparates zur Rehabilitation nach Operationen und Knochenbrüchen, bei Frauenleiden und Prostata-Beschwerden eingesetzt werden.

Verkehrsminister: Autobahn-Vignetten werden abgeschafft

Budapest – Die selbstklebenden Vignetten für die Benutzung der Autobahnen in Ungarn werden abgeschafft. Das bestätigte Verkehrsminister János Kóka gegenüber ungarischen Journalisten. Ab 1. Januar nächsten Jahres wird der Plastik-Aufkleber durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Die Kontrolle erfolgt dann ausschließlich nach dem Kennzeichen des Fahrzeuges. Die Gebühr für die Benutzung der Autobahnen kann wie bisher persönlich an Tankstellen sowie per SMS und Internet entrichtet werden.

Das Wegfallen der Vignette spart 300 Millionen Forint (rund 1,2 Millionen Euro). die die Regierung für die Erhöhung der Verkehrssicherheit einsetzen will.

Wie der Minister weiter mitteilte, wird sich die Höhe der Autobahn-Gebühr im Januar nicht ändern. Eine Vergünstigung gibt es für Motorradfahrer: Sie können ab 2008 im Verlauf des gesamten Jahres die vier Tage lang gültige virtuelle Vignette zum halben Preis erwerben. In diesem Jahr war das probeweise im Sommer möglich.

Ranger erschießt Holzdieb in Ungarn

Miskolc – Ranger haben in einem unter Naturschutz stehenden Wald in Ungarn einen Holzdieb erschossen. Im Waldgebiet des Dorfes Fony (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén) stellten zwei Bedienstete des Naturschutzes zwei Männer beim verbotenen Abholzen von Bäumen, berichtet die Polizei. Nach der bisherigen Faktenlage forderten sie die beiden auf, ihre Arbeit einzustellen. Daraufhin wurden die Ranger von einem der beiden mit der Axt angegriffen. Auch ein Warnschuss konnte den Angreifer nicht zum Aufgeben bewegen. Daraufhin gab einer der Ranger gezielte Schüsse ab. Der 39-jährige mutmaßliche Holzdieb aus Fony erlag an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Ermittlungen wegen des begründeten Verdachts auf Totschlag sollen das Geschehen aufklären.

Erster Schnee des Jahres fällt auf dem Kékes

Kékestető – Der erste Schnee des Jahres in Ungarn ist am frühen Samstagmorgen bei minus zwei Grad auf dem höchsten Berg des Landes gefallen. Ein Mitarbeiter der Wetterstation auf dem Kékes (1014 Meter) bestätigte der „Balaton Zeitung“, dass auch am Abend noch stellenweise Schnee zu sehen war. Es sei mindestens sechs Jahre her, dass sich der Winter so früh zeigte. Damals aber seien solche Mengen Schnee gefallen, dass Äste von den Bäumen abbrachen. Im Allgemeinen stellen sich auf dem Gipfel des Mátra-Gebirges (Komitat Heves) erst in der zweiten Novemberhälfte Schneefälle ein.

Erste elektronische Bahnschranke Ungarns am Balaton

Keszthely – Die erste elektronische Bahnschranke Ungarns ist in Balatongyörök bei Keszthely übergeben worden. Die vollautomatische Licht- und Halbschranke überträgt und speichert auch die Daten über den Verkehr und eventuelle Unfälle. Sie wurde von der deutschen Firma Scheidt & Bachmann und der Südtransdanubischen Bau GmbH für Fernmelde- und Sicherheitsanlagen der Ungarischen Staatlichen Eisenbahn errichtet, berichtet die Zeitung „Népszava“. Rund 2200 Ähnliche Anlagen zur Sicherung von Übergängen hat das deutsche Unternehmen nach eigenen Angaben bereits in Dänemark, Deutschland, Slowenien, Österreich und Polen gebaut.

In Ungarn gibt es rund 6000 Straßenübergänge an Bahnlinien. Dieses Jahr ereigneten sich an Übergängen 62 Unfälle, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. 97 Prozent davon wurden durch Unaufmerksamkeit oder Verstöße gegen die Verkehrsregeln verursacht. 17 Menschen starben inforlge der Unfälle, darunter 6 Fußgänger, 12 wurden schwer und 9 leicht verletzt.