Rekord-Tumor bei Frau in Ungarn entfernt

Einen riesigen, 18 Kilogramm schweren Tumor haben Ärzte im städtischen Krankenhaus einer 63jährigen Frau aus der Bauchhöhle entfernt. Die Patientin litt schon zwei Jahre an der Geschwulst, berichtet die Regionalzeitung „Észak Magyarország“ am Freitag (4.6.). Zwar habe der Eingriff die Frau mitgenommen, ihr Zustand habe sich jedoch nach Angaben von Chefarzt András Hardonyi erheblich verbessert. Ob es sich um eine gut- oder bösartige Geschwulst handelte, würden erst die weiteren Untersuchungen ergeben. Es sei jedoch gelungen, den Tumor vollständig zu entfernen.

Im Allgemeinen wiegen schwere Tumoren zwischen zwei und zweieinhalb Kilogrammm. Einen ähnlichen Fall habe es im vorigen Jahr in Deutschland gegeben, wo einer 53-jährigen Ravensburgerin ein 12 Kilo schwerer Tumor entfernt wurde, der von außen nicht einmal zu bemerken war. Die Patientin lebt seither ein normales Leben.

Noch immer Hochwasser in Ungarn

Vor allem Nordostungarn ist noch immer im Griff der Hochwasserkatastrophe, berichten ungarische Medien. Die Straßenverbindungen zu etlichen Siedlungen des Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén bleiben unterbrochen, landesweit befinden sich Dutzende Siedlungen in unmittelbarer Gefahr. Auf einer Länge von rund 2000 Kilometern arbeiten etwa 5000 Menschen an den Deichen der angeschwollenen Flüsse. Im Eisenbahnverkehr hat sich unterdessen die Lage verschlechtert. Auf mehreren Linien fahren die Züge mit beträchtlichen Verspätungen, vielerorts müssen Busse als Ersatz für den Schienenverkehr fahren.

Unterdessen versicherte der Regierungssprecher, dass für den Hochwasserschutz so viel Geld zur Verfügung stehen wird, wie notwendig ist. Allein die Getreidebauern mussten wegen der Unwetter der zurückliegenden Tage und Wochen bislang bis zu 20 Milliarden Forint (fast 73 Millionen Euro) Einbußen hinnehmen.

Illegaler Metallhandel im großen Stil aufgeflogen

Seinen bisher größten Fang im lukrativen, aber illegalen Metallhandel hat der Zoll in Ungarn gemacht. In der abgelegenen Gemeinde Csehimindszent (Komitat Vas) stellten die Beamten 450 Tonnen genehmigungspflichtigen Schrott sicher, berichtet Zollsprecher Jenő Sipos am Donnerstag (3.6.). Allwöchentlich wurden dort elektronische Erzeugnisse wie Waschmaschinen und Kühlschränke ohne amtliche Genehmigung aufgekauft, an Ort und Stelle zerlegt und dann an Metallhändler verkauft, die über entsprechende Genehmigungen verfügen. Auch der im illegalen Metallhandel tätige Mitarbeiter, denn die Zöllner vor Ort antrafen, war illegal beschäftigt.

Unwetter vergrößern Schäden in Ungarn

Anhaltende Unwetter haben in Ungarn erneut den Zugverkehr durcheinander gebracht, berichtet der private Rundfunksender InfoRádió am Mittwoch (2.6.). Auf einigen Regionallinien mussten Züge durch Busse ersetzt werden, nachdem Gleise überschwemmt oder unterspült wurden. In Südwestungarn waren etliche Ortschaften auch durch Busse nicht mehr zu erreichen. Auch im Gebiet von Szolnok gab es wegen Unterspülung von Gleisen Schienenersatzverkehr. Im Nordosten des Landes war eine Bahnlinie im zwischen Miskolc und Sátoraljaújhely zwischen zwei Stationen wegen der Unwetter unterbrochen. An einer Stelle war auch der kleine Grenzverkehr mit der benachbarten Slowakei betroffen, deren Eisenbahngesellschaft Busse einsetzte.

Schäden im Umfang von 100 Millionen Forint (rund 365 000 Euro) entstanden durch starken Wind und Niederschläge allein im südwestungarischen Mecsek-Gebirge sowie in den Wäldern entlang der kroatischen Grenze und des Zselic-Berglandes (Komitat Somogy). Touristen ist der Zutritt zur Mecsek wegen Lebens- und Unfallgefahr verboten. In der westlichen Mecsek zerstörte Sturm in den letzten Tagen alten Wald auf einer Fläche von 20 Hektar. Die Kleinbahn mit der schmalsten Spur des Landes, die sonst als Touristenattraktion zwischen Almamellék und Sasrét verkehrt, wurde vorübergehend unbrauchbar.

Auch in dem nahe Budapest gelegenen Pilis-Gebirge ist Wandern derzeit nicht zu empfehlen. Der Sprecher des Piliser Waldparks erklärte, dass die Wassermassen in erster Linie Touristenwege zerstörte. Das Wasser spülte Brücken weg, brachte Stützmauern zum Einsturz und gefährdet auch bewohnte Gebiete. Seit Mitte Mai wurden im Parkwald nahezu 15 000 Bäume entwurzelt. Der bisherige Schaden von etwa 500 Millionen forint werde noch wachsen.