Der Tourismus in Ungarn hat im ersten Quartal dieses Jahres deutlich mehr Devisen verdient. Das geht aus Angaben der Staatsbank über die Zahlungsbilanz des Landes hervor. Ausländer, die Ungarn besuchten, haben danach in Euro gerechnet 2 Prozent mehr für touristische Dienstleistungen in Ungarn ausgegeben (771 Millionen Euro) als im Vorjahreszeitraum. Dabei gestalteten sich nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Devisenbilanz des Tourismus (343 Millionen Euro) positiv. Sie stieg im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 65,7 Prozent.
Großes Rockfestival in Pécs
Als „größtes Rockfestival aller Zeiten“ kündigen die Veranstalter den am Montag (5.7.) beginnenden Rockmarathon an. Ganz bestimmt ist es das größte Festival der Kulturhauptstadt Pécs2010. Rund 50 000 Gäste erwartet das Komitatszentrum zu dieser Serie von Musikprogrammen bis zum 11. Juli. Zahlreiche führende Rock-Künstler des In- und Auslands haben ihr Kommen angekündigt. Neben allen ungarischen Rock-, Pop- und Metall-Gruppen kann das Publikum amerikanischen Rockabilly, englischen punk, jordanischen Dark, und Skandinavischen Metal erleben. Auf großen Leinwänden wird auch das Geschehen auf der Fußball-Weltmeisterschaft zu beobachten sein.
Um möglichst vielen Menschen den Besuch des Festivals zu ermöglichen, waren die Preise für Wochentickets auf die Hälfte herabgesetzt worden. Einzige Sorge scheint zu sein, wie die Masse von Besuchern Platz findet. Geschäftsführer Attila Máté: „Mit der vorhandenen Infrastruktur erreichen wir jetzt die maximalen Ausmaße, in dieser Form kann die Konzertreihe nicht mehr erweitert werden. Es folgt also das beste, das größte Treffen aller Zeiten. Und das ist so in Ordnung, denn im Jahr der Kulturhauptstadt Europas feiern wir Doppeljubiläum. Vor 20 Jahren begann alles bei Szekszárd, und in Pécs gibt es seit 10 Jahren das Rockfestival im Malomvölgy (Mühlental).“ Bislang waren in Pécs über 1000 Rockgruppen aufgetreten.
Zentralbank weiter auf Euro-Kurs
Wie Zentralbank-Chef András Simor im Rahmen einer Pressekonferenz beteuerte, solle Ungarn seinen Weg hin zur Euro-Einführung weiter unbeirrt beschreiten. Dabei stehe eine Adoption der Gemeinschaftswährung der Entwicklung der ungarischen Wirtschaft beispielsweise bei der Wettbewerbsfähigkeit nicht im Weg. Beide Ziele, sowohl Euro-Kurs als auch wirtschaftlicher Aufschwung, sollten vielmehr simultan verfolgt werden. Eine Euro-Einführung sei positiv für das kleine Land Ungarn, das von jeher stark mit seinen ausländischen Handelspartnern verwurzelt ist.
Essen-Pécs-Istanbul: Holländer mit Rad am Ziel
Nach 6583 Kilometern im Fahrradsattel durch 17 europäische Staaten hat der Niederländer Simon Wintermans seine Reise zwischen den Kulturhauptstädten dieses Jahres Essen, Pécs und Istanbul vollendet. Wie er unserer Zeitung am Donnerstag (1.7.) aus der türkischen Hauptstadt berichtete, traf er am Vortag „genau nach Fahrplan“ an der Hagia Sophia in Istanbul ein.
