Ungarn nimmt unter den touristischen Zielen in der Welt den 33. Platz ein, die Einstellung der Ungarn gegenüber den Touristen lässt jedoch nach einer aktuellen Erhebung zu wünschen übrig. Innerhalb nur eines Jahres rückte das Land in der Rangfolge um sieben Plätze nach vorn, stellte das Weltwirtschaftsforum Davos (WEF) nach Angaben des staatlichen ungarischen Fernsehens seinem jetzt veröffentlichten Tourismus-Bericht fest. Damit liegt Ungarn mit Ausnahme Tschechiens und Estlands vor allen Staaten Ost-Mittel-Europas, darunter auch Kroatien mit der Adria als beliebtem Reiseziel. Auch Thailand, Tunesien und Ägypten schnitten schlechter ab.
Der Bericht macht jedoch auch auf einige negative Punkte in Bezug auf Ungarn aufmerksam. Unter den 130 aufgeführten Ländern schaffte Ungarn gerade mal den 109. Platz bei der Einstellung der Bevölkerung zum Fremdenverkehr. Noch belastender erscheint, dass die Mehrheit der Befragten nicht für eine Verlängerung von Geschäftsreisen nach Ungarn zum Zwecke der Erholung oder anderer privater Vorhaben ist. In dieser Frage belegt Ungarn den Platz 128, die dritte Stelle von hinten.
Gebührenfreie Autobahnnutzung gefordert
Siófok und die Autobahn – ein ewiges Thema
Wie schon berichtet, versprach das Wirtschaftsministerium, dass es mit dem Bau einer neuen Umgehungsstraße dazu beitragen wird, den Durchgangsverkehr aus dem Stadtzentrum von Siófok umzuleiten.
Kein „Aderlass“ für den Balaton – Niederschlagsdefizit
Der im März übliche „Aderlass“ für den Balaton fällt in diesem Jahr aus. Im Winter gab es so wenig Niederschlag, dass der Wasserspiegel des Sees sich nicht um die normalen fünf bis zehn Zentimeter anhob, berichtet der Nachrichtensender hírTV am Samstag. Nach Aussage von Experten des Wasserwegens herrschte im Wasser-Einzugsgebiet des Plattensees in den vergangenen Monaten eine regelrechte Trockenheit.
Der gegenwärtige Wasserstand von 109 Zentimetern liegt nur einen Zentimeter über der erlaubten Obergrenze. Dies ist jedoch ausreichend für eine sichere Sommersaison. Über 120 Zentimeter sind nicht geplant, weil dann am Südufer die Ableitung des Niederschlagswassers praktisch zum Erliegen käme. Dennoch warten die Bewohner des Gebietes auf Niederschläge, denn im Februar verlor der Balaton schon Wasser durch Verdunstung.
Bedeutende Investitionen starten am Balaton
Bis zu 25 bedeutende Investitionen starten in diesem Jahr rund um den Balaton. Dazu gehören Vorhaben von jeweils einigen Milliarden Forint (mehrere Millionen Euro), zitiert das Unabhängige Balaton Multimedia Zentrum einen Bericht von radio.hu. Auch kleinere sind dabei, die aber das Komfortgefühl der Erholungssuchenden am Plattensee wesentlich beeinflussen sollen. Damit soll auch die Tendenz des Vorjahres fortgesetzt und die Zahl der Gäste weiter gesteigert werden. Einen Teil der Entwicklungen müssen dem Bericht zufolge die Selbstverwaltungen übernehmen.
„Die Selbstverwaltungen müssen vor Ort an den Stränden das Komfortgefühl weiter verbessern, dazu bedarf es auch ganz kleiner Aufmerksamkeiten“, sagte der Vorsitzende des Balaton-Entwicklungsrates, Tamás Suchmann. „Zusammen mit dem Sportamt können fast im gesamten Raum des Balaton kleinere Anlagen schaffen.“ Suchmann sprach auch von der weiteren Unterstützung für die Entwicklung der Restaurant-Kapazitäten. Immer mehr erwarteten die Entwicklung des Fahrrad-Tourismus.
