Ausbau des Tourismus in Sümeg

In Sümeg und Umgebung soll neben dem Bikertourismus auch der spirituelle Tourismus weiter ausgebaut werden, schreibt das Internetportal hirbalaton.hu. Darüber einigten sich kürzlich auf einer von der Selbstverwaltung einberufenen Konferenz verantwortliche Mitarbeiter der Stadt und des Tourismus, sowie Vertreter von Zivilverbänden.



Zsolt Németh, Vize-Präsident des Radsportverbandes Ungarn, zufolge gibt es im Sümeg-Tourismus noch zahlreiche ungenutzte Möglichkeiten. Einige Sehenswürdigkeiten aber, wie das mehr als 5000 Jahre alte Fürstengrab im Freilichtmuseum auf dem westlich der Stadt gelegenen Hügel Mogyorós-Domb, wurden bereits für Radtouristen erschlossen.

Der Parlamentsabgeordnete der Region, Zoltán Fenyvesi, sagte der Region die Unterstützung der Regierung zu: „Ich freue mich, dass in Kürze mit dem Ausbau des Radweges zwischen Szigliget und Tapolca begonnen wird. Der Weg wird dann zu den beliebten Ausflugszielen in Sümeg, im Káli-Becken und in Nagyvázsony weitergeführt.“



Sümeg am Fuße des imposanten Kalksteinhügels ist seit mehr als 250 Jahren Wallfahrtsort und damit auch heute Zielpunkt des religiösen Tourismus. Pilger aus aller Welt zieht es zu der Gnadenstatue der Heiligen Jungfrau Maria in der wieder von Mönchen betreuten Kirche des Franziskanerklosters. In der barocken Pfarrkirche von Sümeg können prächtige Fresken des herausragenden österreichischen Malers Franz Anton Maulbertsch aus dem Jahre 1785 bewundert werden. Mit ihren sakralen Sehenswürdigkeiten und dem Museum im ehemaligen Bischofspalast soll die Stadt in die geplante Pilgerroute rund um den Balaton einbezogen werden.

Tamás Kovács, Förderer des Aktivtourismus in Ungarn, sprach von den Möglichkeiten der Stadt für den Anschluss an die via ferrata, einem landesweiten Netz von Klettersteigen und Annamária Harta als Leiterin des aus 59 Gemeinden bestehenden Verbandes „Lebenswertes Balatoner Oberland“ von den für Wandertouren noch zu erschließenden Werten der Region. Die Abteilungsleiterin des Nationalparks Balatoner Oberland, Annamária Kopek, informierte, dass in Kürze ein mit EU-Fördermitteln verwirklichter Geologiepark und ein Lehrpfad am Steinbruch Sintérláp unweit der Stadt eröffnet werden.

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