Proteste der Momentum-Bewegung zur Unterstützung der CEU in Budapest

Am 16. November 2018 fand im Zentrum von Budapest mit über 1.000 Teilnehmern ein Protest zur Bekundung der Solidarität mit der Central European University statt, der von der Momentum-Bewegung organisiert wurde – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die unabhängige Abgeordnete Bernadett Szél sagte, dass die Regierung ein Problem mit der CEU habe, weil die Universität den Menschen beibrächte, unabhängig zu denken, anstatt „vorgefertigte Antworten auszusprechen“. Die derzeitigen Machthaber benannten das „Soros-Netzwerk“ als Feind, obwohl es ein solches Netzwerk gar nicht gibt, sagte sie.

Der Parteivorsitzende der 2017 von jungen Liberalen gegründeten Momentum MM, András Fekete-Győr, sagte der Menge, dass Premierminister Viktor Orbán „die Sprache der rohen Gewalt“ anwendet und „jeden überrollen wird, der schweigt“. Fekete-Győr forderte deshalb führende Persönlichkeiten aus den Bereichen Hochschulbildung, Gesundheitswesen und öffentliche Bildung auf, ihre Kräfte für mehr Demokratie zu bündeln und versprach die Unterstützung seiner Partei.



Die Central European University ist eine im Jahr 1991 gegründete Privatuniversität mit Sitz in New York und einem Campus in Budapest. Die Universität ist in den USA und in Ungarn akkreditiert und lizenziert. Die ungarische Regierung veränderte 2017 das Hochschulgesetz so, dass die CEU ab September den Unterricht nur unter Bedingungen fortsetzen konnte. Der CEU-Rektor bemühte sich, die Änderung anzuwenden und suchte den Dialog. Die vorgeschriebenen Auflagen wurden von der CEU erfüllt.

Neben der Partnerinstitution Bard College in New York soll in Kürze in Wien ein dritter Standort der Central European Universität eröffnet werden.

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