Gemeinsame Projekte der Visegrád-Gruppe im Tourismus

In den letzten sieben Jahren hat sich die Leistung der Tourismusbranche kontinuierlich verbessert und generierte 2018 bereits 10,7% des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Diese Tendenz soll planmäßig bis 2030 die 16%- Marke erreichen – sagte Zoltán Kovács, Staatssekretär für internationale Kommunikation, auf dem zweitätigen Tourismusgipfel im slowakischen Štrbské pleso – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Beim Treffen lag der Fokus auf drei wichtigen Themen: die aktuelle Situation im Tourismus, nachhaltige Lösungen für den Tourismus und Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Ländern Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen – den so genannten V4-Ländern (Visegrád-Gruppe). In der Zusammenarbeit sollen die Expertisen der einzelnen Länder im Tourismus genutzt werden und in die gemeinsamen Projekte einfließen. Diese Marketingstrategie ist deshalb so wichtig, weil die Touristen – vor allem die, die von einem anderen Kontinent kommen – das Hauptaugenmerk nicht auf die einzelnen Länder legen, sondern bei ihrem Besuch ganz Mitteleuropa erkunden wollen.

Kovács wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit der V4-Länder in den letzten Jahren sehr wichtig geworden ist und vor allem in der Tourismusbranche starke Entwicklungen erfolgten. Ungarn gehe mit gutem Beispiel voran und als Ergebnis dessen habe sich die Anzahl der Besucher in den letzten acht Jahren um das 1,5-fache erhöht. Er fügte auch hinzu, dass in den vergangenen Jahren über 800 Milliarden Forint in den Tourismus flossen und bis Ende 2019 insgesamt mehr als 1000 touristische Projekte realisiert werden sollen. 2018 war für den Tourismus in Ungarn ein Rekordjahr, noch nie haben so viele Menschen das Land besucht, die Anzahl der Übernachtungen überschritt 31 Millionen.



Auch die am Tourismusgipfel teilnehmenden Politiker aus der Slowakei, sowie Zoltán Kovács, David Koppitz und Anna Krupka waren sich einig, dass die V4-Länder nicht als Konkurrenten, sondern als Partner zusammenarbeiten sollten und anstreben, dass die Besucher so lange wie möglich in der Region verweilen. Somit sei es das gemeinsame Ziel, nicht nur die Anzahl der Touristen zu steigern, sondern auch die Zahl der Übernachtungen zu erhöhen.

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