Syrer in Budapest wegen Terrorismusverdachts verhaftet

Ein syrischer Mann, der verdächtigt wird Terroranschläge vorbereitet und 2016 in seiner Heimat mehrere Hinrichtungen vollstreckt zu haben, wurde inhaftiert, informierte die Budapester Staatsanwaltschaft am Sonntag – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Untersuchungsstaatsanwaltschaft der Hauptstadt beantragte die Verhaftung des mutmaßlichen Mitglieds des islamischen Staates, und ein zentraler Bezirksrichter ordnete am Montag die Verhaftung des als F. Hassan bekannten Mannes für die Dauer eines Monats an. Der Syrer soll ein hochrangiger IS-Führer gewesen sein, der Selbstmordattentate und mindestens 20 Hinrichtungen organisiert hat. Sein Anwalt, László Kelen, sagte dem öffentlich-rechtlichen Sender M1, dass der Verdächtige die Vorwürfe bestreitet.

Das ungarische Zentrum für die Terrorismusbekämpfung (TEK) hat am Samstag erklärt, dass es mit Europol und den Polizei- und Geheimdiensten verschiedener Länder zusammenarbeitet, um die bisherigen kriminellen Aktivitäten und das Netz von Verbindungen zu bewerten, die der Syrer, der in Griechenland erfolgreich Asyl beantragt hatte, in Europa unterhält. Der kommunale Oberstaatsanwalt sagte, dass der 27-Jährige vermutlich an den Hinrichtungen des islamischen Staates in Homs im Jahr 2016 teilgenommen hat. Vor seiner Ankunft in Ungarn habe der Verdächtige eine Reihe anderer europäischer Länder besucht, sagte TEK.



Der Verdächtige wurde am 30. Dezember 2018 auf dem Budapester Flughafen Liszt Ferenc International festgehalten, nachdem er gefälschte Reisedokumente für sich und eine Frau in seiner Begleitung vorgelegt hatte. In einem Gerichtsverfahren wurde gegen ihn wegen „Menschenschmuggels und anderer Verbrechen“ eine Gefängnisstrafe auf Bewährung verhängt und er wartete auf die Ausweisung aus dem Land, heißt es in der Erklärung. Die belgischen Behörden und Eurojust informierten die ungarischen Behörden über die mutmaßlichen terroristischen Aktivitäten des Mannes, fügte die Staatsanwaltschaft hinzu.

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