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Mord in Pécs – Hausarzt übersieht Stichwunden

Nach einem Mord in Pécs hat der Hausarzt des Opfers 15 Stichwunden nicht bemerkt. Bewohner eines Hauses in einem Außenbezirk des Komitatszentrums hatten zuvor die Polizei davon unterrichtet, dass sie eine Mitbewohnerin seit Tagen nicht zu Gesicht bekommen hatten. Auf polizeilichen Rat brachen sie die Tür auf und fanden die Mieterin auf dem Bauch liegend tot vor.

Der Hausarzt stellte daraufhin als Todesursache Schlaganfall fest. Ein Pathologe des Krankenhauses übergab den Fall der Polizei, nachdem er schon ohne nähere Untersuchung die Verletzungen gesehen hatte.

Rätselhaft ist bislang, warum der Hausarzt weder auf die Verletzungen noch auf den hohen Blutverlust aufmerksam wurde. Einem solchen fachlichen Missgriff sei er noch nicht begegnet, sagte der Pathologe nach einem Bericht der Zeitung „Népszabadság“.