Deutsche Unternehmen schaffen über 300.000 Arbeitsplätze in Ungarn

Deutsche Unternehmen haben in Ungarn über 300.000 Arbeitsplätze geschaffen, sagte der Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó in einer Pause zwischen seinen Gesprächen in Essen – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Zusammenarbeit Ungarns mit deutschen Unternehmen basiert auf gegenseitigem Nutzen, sagte Szijjártó der Nachrichtenagentur MTI telefonisch. Der Minister argumentierte, dass das attraktive Investitionsumfeld Ungarns es deutschen Unternehmen ermöglicht, Investitionen zu tätigen, die ihre Rolle in der Weltwirtschaft stärken und gleichzeitig die Wertschöpfung und den Anteil von Forschung und Entwicklung an den ungarischen Arbeitsplätzen erhöhen. Die ungarische Wirtschaft betritt damit „mit Hilfe deutscher Unternehmen eine neue Dimension, die von Dienstleistungen und Forschung und Entwicklung dominiert wird“. In Ungarn seien neue Investitionsprojekte deutscher Unternehmen zu erwarten, sagte der Minister.

Szijjártó führte in Essen und Stuttgart Gespräche mit Unternehmensvorständen, darunter von ThyssenKrupp, Bosch, Daimler und SAP. Ungarn ist mit mehreren Partnern in Gesprächen über neue Investitionsprojekte, deren Einzelheiten in Kürze bekannt gegeben werden, sagte er.



Szijjártó sagte, der ungarische Aktionsplan zum Schutz der Wirtschaft könnte weitere deutsche Investitionen „inspirieren“ und argumentierte, dass die Maßnahmen der ungarischen Regierung die Belastung durch die Arbeitgeberabgaben verringern und den Verwaltungsaufwand reduzieren würden. Der Minister sagte, dass enorme Veränderungen in der Weltwirtschaft im Gange seien und fügte hinzu, dass es „keine Übertreibung sei, zu sagen, dass wir in eine neue Ära der Weltwirtschaft eintreten“.

Deutsche Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, um das Tempo dieser Veränderungen zu bestimmen, sagte Szijjártó. Er sagte, dies sei eine „gute Nachricht für Ungarn“ und argumentierte, dass die Volkswirtschaften Deutschlands und Mitteleuropas, insbesondere die deutsche und die ungarische Wirtschaft, eng miteinander verbunden seien. Die ungarische und die deutsche Wirtschaft seien voneinander abhängig, sagte Szijjártó und wies darauf hin, dass 30% der ungarischen Auslandsinvestitionen aus Deutschland kommen.

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