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Meinungsforscher: Ungarn renovieren mit Vorliebe

Eine Vorliebe der Ungarn für das Renovieren ihrer Wohnungen haben die Markt- und Meinungsforschungsinstitute GfK Hungária und TÁRKI jetzt herausgefunden. In den krisenbelasteten Monaten gelange in der Bevölkerung immer mehr die Frage in den Vordergrund, ob es sich lohnt, eine neue Wohnung zu kaufen oder man lieber durch Malen beziehungsweise den Kauf neuer Möbel der alten neuen Glanz verleiht.

In der gemeinsamen Untersuchung nahmen sich die beiden Institute unter anderem die Gewohnheiten von acht charakteristischen Verbrauchergruppen bei der Nutzung ihrer Wohnungen sowie die Wohnqualität vor. Dabei stellten sie fest, dass in den vergangenen zwei Jahren für das Segment der Bevölkerung mit hohem Einkommen der Kauf neuer Möbel kennzeichnend ist. Dagegen haben alle Schichten in den vergangenen fünf Jahren Geld für Renovierung ausgegeben.

Abweichend von früheren Modellen typisiert das Ende vorigen Jahres nach gemeinsamen Forschungen beider Institute vorgestellte universale Konsumenten-Segmentations-Modell die ungarische Bevölkerung nach den tatsächlichen Konsumgewohnheiten. Sie untersuchten den persönlichen und den Haushaltskonsum – darunter auf dem Gebiet der Wohnungsqualität -, wobei sie vermuteten, dass auf einzelnen Gebieten unterschiedliche Gewohnheiten charakteristisch sind.

In Ungarn haben heute schon fast die Hälfte der Wohnungen drei oder mehr Zimmer und nur in jeder zehnten fehlt das Badezimmer. Nach Angaben des Zentralen Statistischen Amtes gab es am 1. Januar 2008 4,27 Millionen Wohnungen im Land. Die durchschnittliche Wohnungsgröße belief sich auf 75 Quadratmeter. Je nach Typ verbergen sich jedoch hinter dieser Zahl ein beträchtliche Unterschiede. Während in Budapest die durchschnittliche Grundfläche diesen Schnitt nicht erreicht, wird er in den Gemeinden übertroffen. Auf 100 Wohnungen kommen landesweit 235, in Budapest jedoch nur 195 Bewohner.