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Organisierte Wilderei in Somogy

Ein Fünftel des erlegten Wildes geht auf die Rechnung von Wilddieben

Drei ca. 25-jährige Männer wurden in Untersuchungshaft genommen wegen des Verdachts auf Wilddieberei, ein Mann befindet sich noch auf freiem fuß – erfuhr man von Gábor Bíró, dem Sprecher der Komitatpolizeibehörde Somogy.

Bei der Haussuchung kamen drei illegal besessene Waffen, darunter eine gestohlene, zum Vorschein, weiterhin ein halbes Dutzend Trophäen von Hirschen und Rehen. Der Preis eines Wildtieres wird auf eine Million Forint geschätzt. Die Wilderei wurde mehrere Monate lang in gut organisierten Treibjagden und vom Hochsitz aus betrieben.

Von Jahr zu Jahr gibt es mehr Wilddiebe und sie treten immer organisierter auf – sagte der Jagdoberaufseher Pál Simon. Nach seiner Schätzung geht in dem wildreichen Somogy mindestens ein Fünftel des erlegten Wildes auf die Rechnung von Wilddieben und wird illegal erlegt, das macht einen Wert aus, der in die hunderttausend Forint geht. Die Wilddiebe machen sich meistens erst nach Mitternacht auf den Weg und sind mit den teuersten Geländewagen im Jagdgebiet unterwegs. Die mit einem schallgedämmten Gewehr erlegten Tiere werden von den Komplizen eingesammelt. Das erschwert es, die Diebe auf frischer Tat zu ertappen, denn in dem Fahrzeug ist möglicherweise ein totes Tier – nach der Behauptung des Fahrers ein gefundenes -, doch keine Waffe. Die vor allem auf Wildfleisch abzielende Jagd verursacht riesige Schäden dadurch, dass die Tiere ohne Wahl geschossen werden und dabei auch solche Tiere erlegt werden, die potentielle Weltrekordhalter hinsichtlich ihrer Trophäen sind – teilte der Jagoberaufseher mit.