Seltener Fischfang in Badacsony

Am 9. Januar wurde eine wunderschön gemusterte Quappe von einem Angler aus Akali an der Mole von Badacsony gefangen. Der Fang sorgte nicht wegen seiner Maße für Aufsehen, sondern verwies auf den Erfolg der Bemühungen um den Schutz und die Vermehrung seit langem bedrohter Fischarten, erklärte der Sprecher der Balatoner Fischereigesellschaft.



Der Angler war eigentlich auf Zander aus, musste aber lange warten. So kam er in den Genuss eines gegen 23 Uhr einsetzenden Windes, der ihm das Ändern der Angelmethoden möglich machte. In der Nacht fing er dann auch zwei Zander und im Morgengrauen die schöne Quappe. „Der Haken hatte das Maul sauber durchbohrt, so konnten wir den Fisch schnell von der Angel nehmen, ihn vermessen und fotografieren. Danach kehrte er gesund in den See zurück“, so der stolze Angler. Der Fisch scheint sich im Balaton wohlzufühlen, er hat eine stolze Länge von 44 Zentimetern und ein Gewicht von 0,91 kg.

Es war das vierte Mal, dass Angler von einem solchen Fang berichteten. Früher lebten viele Quappen im Balaton, der Fisch wurde dank seines guten Geschmacks sehr gern geangelt. Seit dem großen Fischsterben im Jahr 1965 war seine Population jedoch stark geschwächt und nach Ansicht von Experten verschwand die Quappe durch die massive Besiedlung des Sees mit Aalen gänzlich aus dem Balaton.

Die Fischereigesellschaft (Balatoni Halgazdálkodási Zrt.) startete im Juni 2015 das Quappe-Wiederbesiedlungsprogramm und setzte in Tihany die ersten Fische ins Wasser. Der Fischbesatz wurde 2016/2017 in Zusammenarbeit mit der Abteilung Fischmanagement der Szent István Universität in Gödöllő und mit Unterstützung des Agrarministeriums fortgeführt. Er dauert bis heute an. Zum Schutz des Bestandes dürfen Quappen deshalb noch nicht geangelt werden und zufällig anbeißende Fische dieser Art müssen ins Wasser zurückgelassen werden.