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Haus der Zukunft auch in Ungarn

Mitten in der Krise hat jetzt auch Ungarn sein Haus der Zukunft vorgestellt. Es produziert im Jahresverlauf mehr Energie, als es verbraucht, berichtet die Internet-Zeitung „Pécsi Napló“. Im Vergleich zu den üblichen Fertighäusern sei der Bau unter anderem mit einer Isolierung doppelter Effizienz ausgestattet worden.

Über einen Schornstein verfügt das Haus aus rein nostalgischen Gründen, da die normale Heizung und Kühlung über Luft funktioniert. Diese strömt zunächst über eine Rohrschlange, die etwa 100 Meter tief in die Erde reicht. Da die Umgebungstemperatur auch im Sommer nicht höher als 14 Grad ist, kann damit die 140 Quadratmeter große Wohnung des Hauses klimatisiert werden, während im Winter Heizenergie geliefert wird. Dafür gibt es auch einige Infrarot-Strahler im Haus.

Der gesamte Energiebedarf des Hauses liegt Berechnungen zufolge kaum über 5000 Kilowattstunden im Jahr. Das Warmwasser wird mit Hilfe von Sonnenkollektoren hergestellt, die Elektroenergie – und zwar mehr als das Haus benötigt – erzeugen Sonnenbatterien.

Die Erbauer haben für den Bau einen Preis von 270 000 Forint (knapp 1000 Euro) pro Quadratmeter errechnet. Nach dem Vorbild des ungarischen Zukunftshauses können Standardhäuser im Modulsystem errichtet werden.