Österreich schickt Polizisten an die ungarisch-serbische Grenze

Österreich schickt 21 Polizeibeamte und zwei Polizeihunde zur Unterstützung des ungarischen Kampfes gegen die Migration an die ungarisch-serbische Grenze – berichtet die Nachrichtenagentur MTI. Die Innenminister Sándor Pintér aus Ungarn und Karl Nehammer aus Österreich vereinbarten in Nickelsdorf nahe der ungarisch-österreichischen Grenze, dass sie den Dienst an der ungarisch-serbischen Grenze unterstützen.



Nach dem Treffen sagte Nehammer, Österreich werde auch Griechenland und die Länder an der Balkan-Migrationsroute unterstützen. Österreichische Einsatzkräfte dienten während der Migrationskrise 2015 an der Südgrenze Ungarns und schützten sowohl Ungarn als auch Österreich, so Nehammer. Eine Migrationskrise wie die im Jahr 2015 „muss vermieden werden“, sagte er und fügte hinzu, dass die österreichischen Behörden viel besser vorbereitet seien als damals.

Als Reaktion auf die Ankündigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dass die Türkei keine Migranten aus Syrien mehr auf ihrem Weg nach Europa zurückhalten werde, sagte Nehammer, die Türkei müsse ihre Vereinbarung mit der Europäischen Union einhalten. „Die EU, Österreich und Ungarn werden sich nicht erpressen lassen“, sagte er.