Ungarn: Beschränkungen bis zum 3. Mai verlängert

Die Regierung verlängert den Zeitrahmen der zur Bekämpfung der neuartigen Coronavirus-Epidemie eingeführten Bewegungsbeschränkungen bis zum 3. Mai, sagte Gergely Gulyás, der Leiter des Büros des Ministerpräsidenten – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Regierung werde ein neues Regelwerk vorbereiten, das den Schutz der am stärksten gefährdeten älteren Bevölkerung und der Großstädte gewährleisten solle, sagte Gergely Gulyás bei einer regelmäßigen Online-Pressekonferenz. Das Kabinett wird die neuen Regeln am kommenden Mittwoch überprüfen.

Es sei „zu früh“, um mit der Lockerung bestimmter Beschränkungen zu beginnen, wie es andere Länder getan hätten, wie z.B. das Zurückschicken von Kindern in die Schule, aber der Gesundheitssektor sei jetzt auf einem Stand der Vorbereitung, der eine schrittweise Wiederinbetriebnahme der Wirtschaft unter einem strengen Zeitplan ermögliche, sagte er und fügte hinzu, dass der 3. Mai der frühestmögliche voraussichtliche Zeitpunkt für den Höhepunkt der Epidemie sei und dass die Gesundheitsbehörden zu diesem Zeitpunkt die strengsten Schutzmaßnahmen anwenden müssten.

Es sei unmöglich, den genauen Tag vorherzusagen, an dem die Epidemie ihren Höhepunkt erreichen werde, doch werde die strikte Bereitschaft in den kommenden Wochen aufrechterhalten. Ungarn behalte die internationale Epidemie-Reaktionspraxis im Auge, vor allem die in Deutschland und Österreich, sagte Gulyás und fügte hinzu, dass die bis zum 3. Mai verbleibende Zeit ausreiche, um sich auf einen massiven Anstieg der Infektionen vorzubereiten.