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Heilbad in Ungarn wegen Diskriminierung gerügt

Wegen Diskriminierung von Ausländern hat das international renommierte Heilbad im südungarischen Harkány (Komitat Baranya) jetzt eine harte Rüge der Gleichstellungsbehörde des Landes einstecken müssen.

Weil ungeachtet wiederholter Anfragen und Proteste seit den mehr als fünf Jahren EU-Mitgliedschaft immer noch unterschiedliche Preise für ungarische und für ausländische Rentner für den Badbesuch verlangt werden, verfügte die Behörde eine Strafe von 1,5 Millionen Forint (etwa 5600 Euro) sowie die Abschaffung der rechtswidrigen Preisunterschiede innerhalb von 90 Tagen. Als Rechtsmittel ist für das Bad noch der Weg zum Hauptstädtischen Gericht möglich, um den Beschluss überprüfen zu lassen. Der Antrag dafür muss bei der Gleichstellungsbehörde eingereicht werden.

Schon vor fast zweieinhalb Jahren hatte der Bürgermeister der Kleinstadt dem Europäischen Parlament zugesagt, die Preispraxis zu ändern. Dort hatte sich ein deutsches Rentner-Ehepaar beim Petitionsausschuss beschwert. Es blieb jedoch danach alles beim Alten.

(Lesen Sie dazu einen ausführlichen Bericht in unserer Print-Ausgabe vom 1. November)