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Gartenarbeiten im November – Ratgeber Garten – November 2010

Gartenteich, Himbeeren und Hecken, Winterdüfte und Pflanzschalen, Gärtnern mit dem Mond im November uvm.

Gartenteich, Himbeeren und Hecken

Die milden Tage, die uns der November manchmal beschert sind trügerisch. Vergessen Sie nicht, dass der Winter vor der Türe steht. Besorgen Sie Verpackungsmaterial für empfindliche Pflanzen. Kübelpflanzen gehören ins Winterquartier, nicht ohne sie vorher zurückzuschneiden und auf Schädlinge zu kontrollieren. Aber Sie können auch schon an die nächste Gartensaison denken, auch im November ist Pflanzzeit und die allerletzten Blumenzwiebeln kommen in die Erde.

Himbeeren pflanzen

Besonders Himbeersträucher können Sie nun pflanzen. Damit die jungen Pflanzen kräftige Neutriebe bilden und nicht schon im kommenden Jahr fruchten, schneiden Sie diese direkt nach der Pflanzung auf 25 cm zurück. Den Boden um den Strauch herum anschließend mit einer Mulchdecke aus Kompost, Stroh oder mit Laub bedecken.

Hecken pflanzen

Wenn wir schon beim Pflanzen sind. Für viele Heckenpflanzen ist November der beste Pflanzmonat. Sie haben noch ausreichend Zeit, vor Wintereinbruch feine Haarwurzeln bilden. Bei Laub abwerfenden Sorten sollten Sie die Triebe etwas einkürzen. Das Pflanzloch gut vorbereiten: Lockern Sie den Boden auf und mischen Sie Kompost oder Hornspäne unter den Aushub, bevor Sie diesen in die Pflanzgrube zurückgeben. Treten Sie den Boden und die Wurzeln gut fest, kräftig wässern und anschließend mit einer leichten Laub- oder Rasenschicht mulchen.

Teichpumpe in Sicherheit bringen

Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann dabei die Teichpumpe unbrauchbar machen. Schalten Sie Ihre Teichpumpe im Winter ab, lassen Sie sie leer laufen und verstauen Sie alles bis zum Frühjahr im Keller. Dasselbe gilt auch für Wasserspeier und Fontänen, sofern diese nicht frostfest sind. Tauchpumpen können Sie alternativ auch bis in eine frostsichere Wassertiefe (mindestens 80 Zentimeter) absenken.

Laub im Gartenteich

Noch immer hängt erstaunlich viel Laub für die fortgeschrittene Jahreszeit an den Bäumen. Sorgen Sie dafür, dass dies nicht in den Gartenteich gerät und auf den Teichgrund sinkt. Dies würde die Bildung von Faulschlamm zur Folge haben und Nährstoffe in den Teich bringen, die im Frühjahr das Wachstum von Algen begünstigen. Fischen Sie schwimmendes Laub daher regelmäßig mit einem Kescher ab oder spannen Sie ein Netz über den Teich.

Vogelkästen reinigen

In alten Vogelnistkästen können Milben und Parasiten den Winter überdauern. Den gefiederten Freunden zuliebe daher jetzt alle Nistkästen gründlich reinigen und desinfizieren. Schauen Sie aber vorher nach, ob sich nicht etwa ein Siebenschläfer hier häuslich eingerichtet hat.

Tazetten vortreiben

Wenn Sie im November Weihnachtstazetten, eine Narzissen-Art, in vorbereitete Pflanzschalen stecken, können Sie sich schon Weihnachten an ihrem Blütenduft erfreuen. Setzen Sie die Zwiebeln in sandige Erde, Kies oder groben Sand, wobei die sie bis zu einem Drittel aus dem Substrat heraus ragen sollen. Ein helles ungeheiztes Südfenster mit Temperaturen um 10-12 °C ist der Idealfall, denn Heizungsluft vertragen sie nicht. Haben sich einmal Knospen entwickelt, stellen Sie die Pflanzen im warmen Zimmer auf. Halten Sie die Erde feucht, bis die Blätter vollständig eingezogen sind.

Stauden verjüngen

Gönnen Sie Ihren Stauden jetzt eine Verjüngungskur, besonders, wenn sie schon von innen her verkahlen oder Nachbarpflanzen überwuchern. Dazu teilen Sie einfach den Wurzelstock in mehrere Teile. Die Pflanze dankt es ihnen im nächsten Frühjahr mit kräftigem Wachstum und vermehrter Blütenbildung. Aber Staude ist nicht gleich Staude. Manche haben eine Pfahlwurzel, wie der Türkische Mohn. Diese können Sie nicht teilen. Stauden mit massiven Wurzeln wie Taglilien teilen Sie am besten mit Hilfe von zwei Grabgabeln. Stauden mit lockerem Wurzelwerk können Sie ausgraben und vorsichtig mit den Händen auseinanderziehen oder mit einem Messer zerschneiden. Vor dem Wiedereinpflanzen sollten Sie alle trockenen, dürren, gebrochenen oder kranken Wurzeln abschneiden. Die einzelnen Teile setzen Sie wieder genauso tief wie zuvor ein. Gut feucht halten!

Winterdüfte und Pflanzschalen

Duftende Pflanzen verleihen Ihrem Garten eine zusätzlich Dimension, und das nicht nur im Frühling und Sommer. Auch die kalte Jahreszeit hält einiges bereit an Überraschungen, Sie müssen sich nur manchmal aufraffen um sich durch den Schnee voranzutasten und ihre Nase nahe genug an die zarten Winterblüten bringen. Damit Sie bei unwirtlichem Wetter sicher in den Genuss überraschender Düfte kommen können, sollten Sie Winterblüher also möglichst nahe ans Haus pflanzen. Doch manche Pflanze und mancher Zweig zeigt erst in der warmen Stube, was in ihm steckt. Die folgenden Pflanzen ziehen Ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Duftende Sträucher

Die Chinesische Winterblüte zeigt ihre blassgelben Blüten oft schon vor ihren ersten Blättern im Januar und begrüßt duftend das junge Jahr. Etwas mehr Raum möchte die Zaubernuss. Ihre gelb blühende Sorten verzaubern bis Februar mit einem zarten Vanilleduft.

Die zarten weißen Blüten der Duftheckenkirsche öffnen einzelne ihrer nach Maiglöckchen duftenden Blüten bereits ab November/Dezember, ein wahrer „Nasenschmaus“. Die blumigsten Winterdüfte aber ähneln denen des Veilchens. Hervorgebracht werden sie vom eher unscheinbaren Frühlingsgeißblatt.

Immergrüne Duftpflanzen

Buchseinfassungen und -figuren sowie immergrüne Stauden sorgen für Lichtblicke. Immergrün und stark nach Honig duftend, kann der niedrige Süßbuchs seinen zarten Geruch ausbreiten. Sein Verwandter, ein winterblühender, jedoch halbimmergrüner Strauch bis 2 m Höhe, ist die duftende Honigbeere mit zierlichen weißen Blüten, die ab Januar erscheinen. Er verbreitet einen kräftig-intensiven Parfumduft, benötigt einen geschützten Standort und gedeiht auch im Halbschatten.

Die immergrüne Schmuckblatt-Mahonie schafft es sogar im Wurzelbereich von Bäumen ihre stark nach Honig duftenden gelben Blüten zur Geltung zu bringen. Sie wird bis 2m hoch.

Immergrüne Pflanzschalen für den Winter

Mit Zwergkoniferen können Sie auf kleinstem Raum interessante Gartenlandschaften gestalten und dem Winter ein Schnippchen schlagen. Wichtig ist ein sonniger Standort und durchlässige Erde. Zwergkoniferen wachsen sehr langsam, so werden Sie viele Jahre Freude an der Bepflanzung haben. Beispiel: Füllen Sie in eine winterfeste Terrakotta-Schale eine etwa 3-5 cm hohe Kiesschicht, dann füllen Sie die Pflanzerde auf. Pflanzen Sie zwei Zwerg-Zuckerhutfichten in den Hintergrund. Nun legen Sie einen schönen Stein in die Mitte vor die Fichten und pflanzen zu beiden Seiten Hauswurzarten. Auch Herbstleimkraut passt zu diesem Arrangement. Sie können auch mit Wurzeln und Gräsern kombinieren. Folgende Gehölze eignen sich für Mini-Gärten: Zwergmuschelzypresse, Zwerghelmlocktanne, Zwerg-Weymouthkiefer, Kriechwacholder, Zwergtränenkiefer, Zwerg-Koloradotanne und die Zwerg-Himalayazeder. Dazu passen Scharfer Mauerpfeffer, Katzenpfötchen, Kugelblume, Zwerggrasnelke, Bärenfellschwingel, Alpenpolstersegge und Rispengras.

Markttage

Bis 19.12.2010 sind wir mit unseren Produkten jeden Sonntag auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8 bis 14 Uhr vertreten. Ganzjährig betreiben wir jeden Samstag auf dem Markt in Szombathely einen Stand mit unseren Produkten unter dem Logo Paradicsomkert Almásháza.

Gärtnern nach dem Mond im Oktober

Fruchttage: 1, 2, 9, 10, 11, 19, 20, 27 ab 15.30 Uhr, 28, 29. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 3, 4, 5, 12, 13, 21, 22, 30. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 6, 14, 15, 24, 25. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 7, 8, 16, 17, 18, 26, 27 bis 12.30 Uhr. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Stammtisch in Kehida

Jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ Mediterran Ételbàr“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird im November 2010 ab 19 Uhr anwesend sein und gerne mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist im November wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Natürlich steht Ihnen Öko-Gärtner Walter Schneider für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de