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Mordverdächtige nach Deutschland gebracht

Eine von drei Tatverdächtigen im Fall des Doppelmordes von Mohács (Komitat Baranya) ist jetzt zur Vernehmung von Ungarn nach Deutschland gebracht worden. Dies werde jedoch das in Pécs laufende Verfahren nicht beeinflussen, schreibt die Regionalzeitung ”Dunántúli Napló“ unter Berufung auf eine behördliche Information am Donnerstag (2.12.) auf ihrer Homepage. Vermutlich habe die deutsche Seite um die Überstellung von Ania B. ersucht, da die Verdächtige ebenso wie die vermutlichen beiden Mittäter in dem Mohácser Fall auch in ihrem eigenen Land Straftaten begangen haben könne. Nach Informationen der Zeitung streiten sie den Doppelmord weiterhin ab.

Die Mordopfer, ein deutsches Ehepaar, waren am 17. November 2009 auf einer Baustelle in Mohács sieben Meter tief unter der Erde gefunden worden. Es handelte sich um eine 68-jährige Frau und deren 71-jährigen Ehemann, die seit Jahren in Ungarn lebten. Die mutmaßlichen Täter – zwei Männer und eine Frau – trugen mehrere falsche Namen. Sie hatten sich in das Vertrauen der Opfer eingeschlichen.