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Ungarn revidiert Importbeschränkungen nach Dioxin-Skandal

Ungarn überprüft seinen früheren Beschluss zur zeitweiligen Einschränkung deutscher Fleischimporte nach dem Dioxinskandal. Das teilte Staatssekretär Endre Kardeván vom Ministerium für Gebietsentwicklung am Mittwoch (26.1.) mit. Noch am selben Tag sollte der revidierte Beschluss zur Billigung der EU-Kommission zugeleitet werden. Deutsche Berichte über die Dioxin-Angelegenheit und die in Aussicht gestellten deutschen Maßnahmen hätten die Überprüfung des ungarischen Beschlusses notwendig gemacht, sagte Kardeván.

In den zurückliegenden Tagen seien bei strengen Kontrollen keine durch Dioxin verunreinigte Produkte gefunden worden und insgesamt könne festgestellt werden, dass die deutschen Erzeugnisse sicher sind, hieß es weiter. Gleichzeitig halten es die ungarischen Behörden auch weiterhin den Schutz der ungarischen Verbraucher für wichtig, deshalb bleiben die strengen Kontrollen auch in Kraft, da nur so die volle Sicherheit der ungarischen Verbraucher gesichert werden könne.

Kardeván bestätigte Verhandlungen, die er und sein Minister mit der deutschen Landwirtschaftsministerin Ilse Eigner sowie mit dem EU-Gesundheitskommissar John Dalli führten. Die EU-Kommission habe die ungarischen Maßnahmen offiziell nicht beanstandet, es habe nur eine mündliche Bitte zur Änderung der Maßnahmen gegeben.

Ungarn importiert monatlich bis zu 150 000 Eier sowie jährlich bis zu 160 000 Tonnen Schweinefleisch, von denen etwa 50 000 Tonnen aus Deutschland stammen.