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Die Hälfte der Ungarn interessiert 1 Prozent nicht

Kranke Kinder und Tierheime: Die meisten ungarischen Steuerzahler spenden 1 Prozent ihrer persönlichen Einkommensteuer am liebsten diesen Einrichtungen, ungefähr die Hälfte der Bevölkerung verfügen jedoch überhaupt nicht darüber – ist in der überregionalen Zeitung Népszabadság zu lesen.

Der Fachreferent der Nationalen Steuer-und Zollbehörde erklärte gegenüber der Tageszeitung, dass ungefähr die Hälfte der Steuerzahler noch immer nicht über 1 Prozent der persönlichen Einkommensteuer verfügt, das sind rund 30 Milliarden Forint und das bedeutet, dass von dem den zivilen Verbänden und Kirchen zu spendenden sogenannten prinzipiellen Rahmen 13 Milliarden Forint in der Kasse des Staates bleiben.

Die Zeitung Népszabadság berichtet auch darüber, das laut dem Referenten viele Steuerzahler eine falsche Spende anbieten, im vergangenen Jahr waren beispielsweise 118.000 Angebote ungültig, weil der Steuerzahler nicht fristgerecht seine Einkommensteuer zahlte, weil er eine falsche Steuernummer oder weil er den Begünstigten nicht angab. Deshalb gelangten 60 Millionen Forint nicht dorthin, wo die Steuerzahler sie gern hätten.

István Megyeri, der Direktor der Stiftung für Kinderverpflegung, machte die Zeitung darauf aufmerksam, dass ab dem Jahr 2012 die 1-prozentige Einnahme der Kirchen und Stiftungen wegen der in diesem Jahr in Kraft getretenen Steueränderungen, der Steuervergünstigung nach Kindern und des niedrigeren Steuersatzes wesentlich zurückgehen kann.