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Pécser Flughafen offenbar vor dem Aus

Der seit Jahren vor sich hin dümpelnde Flughafen am Rande der südwestungarischen Komitatsstadt Pécs könnte zum Jahresende wegen Unwirtschaftlichkeit schließen. Wie Vizebürgermeister Péter Csizi der Zeitung „Magyar Nemzet“ sagte, muss die Kommune jährlich 100 Millionen Forint (etwa 350 000 Euro) für die Unterhaltung des Provinzflughafens aufbringen. Weitere 100 Millionen Forint seien jährlich für die Tilgung von Krediten fällig.

Daher müsse in diesem Jahr über das Schicksal des Flugplatzes entschieden werden. Es gehe darum, ob es sich lohnt, so viel Geld auszugeben und ob es möglich ist, den Flughafen auch mit weniger Geld zu betreiben. Dies sei von Experten zu untersuchen, und „wenn alle Stränge reißen“, dann werde das Unternehmen zum Ende des Jahres geschlossen.

Die Region hatte zunächst große Hoffnungen an den Ausbau des Flughafens geknüpft, der jedoch nach wie vor nicht für Starts und Landungen größerer Passagiermaschinen geeignet ist. Die Investition, die 2006 abgeschlossen worden war, verschlang drei Milliarden Forint. Im vergangenen Jahr wurden 7000 Fluggäste abgefertigt, 15 Prozent weniger als 2010. Ursprünglich war jedoch für 2011 mit 100 000 Passagieren gerechnet worden.