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GmbH – eine der wichtigsten deutschen Gesellschaftsformen

Für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn in Deutschland ist ein Grundwissen über die verschiedenen Gesellschaftsformen der Bundesrepublik empfehlenswert. Gerade bei kleinen und mittelständischen Betrieben gehört die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH, zu den wichtigsten Formen. Gerade bei der Kooperation mit einer deutschen GmbH sollte das Prinzip der eingeschränkten Haftung verstanden werden. Genauso sollten alle grundlegenden Informationen bei der Gründung einer deutschen GmbH bekannt sein.

Frau schüttelt Mann bei einem Business Meeting die Hand.

Das Prinzip der Haftungsbeschränkung

Wenn deutsche Großunternehmen in Ungarn investieren, wird wenig über die Gesellschaftsform des Geschäftspartners nachgedacht. Sollte es im Verlauf der geschäftlichen Beziehung zu Problemen kommen oder ein Schaden eintreten, wird von einer umfassenden Haftung des verursachenden Unternehmens ausgegangen. Dies ist bei einer GmbH nur in eingeschränktem Maße der Fall.

Der Grund hierfür ist offensichtlich: Bei einem Schaden in Millionenhöhe ist die Existenz der Firma gefährdet. Müssten stattdessen die Geschäftsführer privat haften, würde kaum ein Unternehmer mehr den Mut haben, das Risiko einer Firmengründung einzugehen. Durch das deutsche Konzept der GmbH wird die Haftung eingeschränkt.

Für die Gründung einer GmbH ist eine Stammeinlage von wenigstens 25.000 Euro vorgeschrieben. Die Einlage kann im Laufe der Monate und Jahre durch eine Kapitalerhöhung verändert werden. Die GmbH haftet bei Schäden ausschließlich im Rahmen seines Stammkapitals. Jedem Geschäftspartner sollte deshalb bewusst sein, ob diese Deckung den Handelsgeschäften miteinander genügt.

Stammkapital als GmbH schnell und sicher überweisen

Dem Stammkapital fällt in der Gründungsphase der Gesellschaft eine besondere Rolle zu. Erst wenn alle Gesellschafter ihren Anteil von wenigstens 25 % des Stammkapitals auf ein neu eingerichtetes Geschäftskonto überwiesen haben, darf die GmbH ins deutsche Handelsregister eingetragen werden. Diesen Schritt nimmt ein beauftragter Notar vor, der die Erfüllung dieser Voraussetzung penibel prüft.

Traditionell kann sich die offizielle Prüfung und Eintragung über Wochen hinweg ziehen. Um den Prozess zu beschleunigen, können die Gesellschafter das Stammkapital bei einem Online-Geschäftskonto anlegen. Spezialisierte Dienstleister wie Qonto bieten digitale Geschäftskonten an, die den genannten Prozess erheblich ankurbeln.

Qonto gibt an, dass im Regelfall nur 72 Stunden zwischen der letzten Überweisung des Stammkapitals und der Ausstellung des formalen Kontoauszugs für den Notar vergehen. Diese schnelle Art der Bearbeitung bremst den Unternehmergeist in der Anfangsphase nicht unnötig aus.

Mit einer digitalen Kontoführung in die Zukunft

Natürlich zahlt sich das Vertrauen in ein Online-Geschäftskonto nicht alleine in der Gründungsphase aus. Ist ein solcher Service erst einmal eingerichtet, lässt sich auch der alltägliche Zahlungsverkehr oder die Verwaltung von Kreditkarten und Quittungen bequem online abrechnen. Dienstleister wie Qonto halten hierfür eine spezielle App bereit, die mit nur wenigen Klicks alle relevanten Informationen übersichtlich darstellt. Durch die schnelle und klare Zusammenfassung von Zahlungsdaten, digitaler Belege und mehr genießt die Finanzbuchhaltung eine wesentliche Entlastung, gleiches gilt für den Steuerberater oder das Finanzamt.

Natürlich lässt sich über die Vergabe von Zugriffsrechten abklären, wer von der Geschäftsführung oder sonstigen Mitarbeitern Einblicke in die digitale Geschäftskontenführung gewinnen darf. Für das korrekte Gründen einer GmbH in Deutschland empfiehlt es sich deshalb, frühzeitig über die gewünschte Art des Geschäftskontos nachzudenken. Dies gilt neben der GmbH auch für Selbstständige oder Freiberufler, die sich Ihr Finanzmanagement zeitgemäß erleichtern möchten.