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Vergessene Gemüse und Schattengärten – Ratgeber Garten 8/2013

Vergessene Gemüse (Erdbeerspinat, Spargelerbse, Zuckerwurzel und Knollenziest), Schattengärten (Probleme und Lösungen, Schattenpflanzen mit besonderen Blättern, Blütenteppiche), Krankheiten und Schädlinge, Rosenrost und Mehltau, Mondkalender im August 2013 uvm.

Vergessene Gemüse

Erdbeerspinat

Sie haben richtig gelesen! Die essbaren roten Früchte des Erdbeerspinats ähneln Walderdbeeren, daher der Name. Wie Spinat gekocht werden aber die Blätter. Nur: Die Ernte der kleinen Blätter ist mühsam, kein Wunder, dass Spinat die Pflanze verdrängt hat. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Es ist die Mühe wert.

Die anspruchslose Pflanze wird ab April ins Freiland gesät. Wenn Sie nicht alles aufessen: Erdbeerspinat ist ausgesprochen dekorativ und passt auch in den Ziergarten.

Spargelerbse

Die Königin der Schoten: ein Hauch von Spargel zeichnet dieses einzigartige Gemüse mit feinem Geschmack aus. Ernten Sie die jungen, zarten Hülsen vor der Ausbildung der harten Samen. Kochen oder dünsten, beim Servieren etwas geschmolzene Butter dazu. Passt als Beilage zu (fast) allen Gerichten! Vorsicht mit Gewürzen: diese stören den delikaten Eigengeschmack.

Säen Sie im späten Frühjahr direkt ins Freiland. Bei trockener Witterung ist regelmäßiges Gießen wichtig.

Zuckerwurzel

Ein ideales Wintergemüse ist die Zuckerwurz oder Süßwurzel. Sie ist nährstoffreich, schmeckt süßlich und ist leicht verdaulich. Gedünstet und mit Zitronensaft, Salz oder Pfeffer gewürzt, passt dieses Gemüse besonders gut zu Fleisch.

Bereiten Sie den Boden gut vor: tiefgründig lockern und Kompost zugeben. Säen Sie im August oder Oktober, Erntezeit ist von Herbst bis ins Frühjahr. Einmal im Garten, sät sich die robuste Pflanze leicht von alleine aus.

Knollenziest

Ein Kulinarisches Multitalent aus Japan: die Knolle schmeckt nach einer Mischung aus Blumenkohl, Artischocke und Schwarzwurzeln. Erst Anfang des 19. Jh. kam sie nach Westeuropa und begeisterte zunächst die Franzosen. Aus unseren Gärten ist der Knollenziest weitgehend verschwunden.

Legen Sie die Knollen im Frühjahr je zu zweit in einem Reihenabstand von 40 cm in den Boden: Aus einer einzigen Knolle können Sie Hunderte ernten. Sie sind bis acht Zentimeter groß und zylindrisch geformt, eingeschnürt und gekrümmt. Hier müssen Sie zur Wurzelbürste greifen! Verwenden und zubereiten können Sie die Wunderknolle wie Kohlrabi.

Der Schattengarten

Schattige Bereiche gelten zu Unrecht als Problemzonen im Garten. Ein Blick in die Natur belehrt uns aber eines besseren: Hier gedeihen im Schatten der Waldränder und Bäume zahlreiche attraktive Pflanzen, die den Sonnenanbetern im Garten in Nichts nachstehen.

Punkten letztere vielleicht mit großen und farbenfrohen Blüten, zeichnen sich Schatten liebende Pflanze durch eine Fülle an Blattformen und -farben aus. Was bei der Gestaltung von Schattenbereichen zu beachten ist und welche Pflanzen sich eignen, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Probleme und Lösungen

Unter Bäumen stehen Pflanzen in direkter Konkurrenz mit den Wurzeln. Außerdem gelangt durch dichte Baumkronen nur wenig Wasser in diesen Bereich. Die Bepflanzung gestaltet sich daher oft eher schwierig. Hier können Sie zu trockene Böden mittels einer Bewässerungsanlage oder mit Sickerschläuchen feucht halten.

Hinter Mauern und in anderen überwiegend schattigen Bereichen kann die Luft meist nicht ausreichend zirkulieren. Hier hilft bisweilen ein Rückschnitt von Sträuchern oder Bäumen. Auch erwärmt sich der Boden hier viel langsamer als in der Umgebung, da weniger Sonnenlicht zu ihm vordringt. Dies bewirkt, dass die Blätter der Pflanzen nur schwer abtrocknen und dadurch häufiger von Pilzerkrankungen befallen werden als anderswo.

Zu nasse Böden und solche die nicht abtrocknen können, können Sie durch das Einarbeiten von Sand durchlässiger und luftiger machen. Am besten eignet sich hierfür Quarzsand mit der Körnung 0,5 mm bis 2 mm. Arbeiten Sie diesen je nach Zustand des Bodens bis zu 20 cm tief ein.

Schattenpflanzen mit besonderen Blättern

Die schön gelappten Blätter des Frauenmantels sehen besonders im Morgentau interessant aus. Die Blattunterseiten sind seidenhaarig und silberglänzend. Der Boden sollte idealerweise frisch-feucht sein. Stimmen alle Voraussetzungen, sorgt der Frauenmantel vom Frühjahr bis in den Herbst für dekorative Akzente im Schatten und Halbschatten.

Frisch und farnähnlich sind die Blätter des Lerchensporns. Er benötigt durchlässige, humusreiche Erde und gedeiht problemlos im Halbschatten. Es gibt unter den vielen Lerchenspron-Arten auch etliche Frühlingsblüher. Manche gehören zu den am längsten blühenden Stauden überhaupt.Ein attraktiver Hingucker ist das mit feinen, silbrigen Tupfen versehene Laub des Lungenkrauts. Die länglichen Blätter wirken schon aus weiter Entfernung hell und beleben schattige Situationen.

Dichte Blütenteppiche

Bodendecker für schattige Lagen haben gleich mehrere Vorteile. Sie eignen sich besonders für mehr oder weniger große Schattenflächen, die möglichst sich selbst überlassen bleiben sollen. Wurde der Boden vor der Bepflanzung gründlich von Wurzelunkräutern wie Giersch, Quecke oder Winde befreit, werden Sie nur noch wenig Arbeit mit ihnen haben. Bis sich die Pflanzendecke geschlossen hat, können Sie die Lücken mit Rindenmulch bedecken.

Stimmt der Standort, wachsen die Pflänzchen innerhalb von zwei bis drei Jahren zu einer geschlossenen Pflanzendecke zusammen. Danach ist in der Regel nicht mehr viel zu tun. Sie pflegen sich gewissermaßen selber, da unter dem geschlossenen Blätterdach keine Konkurrenz aufkommt und auch die Erdkrume feuchter, feinkrümeliger und wärmer bleibt als in der Umgebung. Empfehlenswerte Flächendecker zum Verwildern sind Beinwell, Elfenblume, Goldnessel, Günsel, Immergrün, Maiglöckchen, Scharbockskraut, Waldanemone und die anspruchslose Waldsteinie.

Krankheiten und Schädlinge

Schwülwarme Sommertage begünstigen leider die Ausbreitung zahlreicher Schädlinge und Pflanzenerkrankungen. Auch wenn der endlose Kampf gegen die Plagegeister schier aussichtslos scheint, es besteht kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. Das Zauberwort heißt Vielfalt. Je mehr unterschiedliche Pflanzen in ihrem Garten gedeihen, umso mehr nützliche Organismen werden sich einstellen, die Ihnen einen Großteil der Arbeit abnehmen. Dazu bedarf es zwar besonders am Anfang etwas Zeit und einer gewissen Beharrlichkeit, aber es lohnt sich.

Rosenrost und Mehltau

Pilzerkrankungen haben nun Hochsaison. Kontrollieren Sie regelmäßig alle Pflanzen und entfernen Sie umgehend alle befallenen oder abgefallenen Blätter. Vorsicht: Niemals infizierte Blätter auf den Kompost werfen, die beste und sicherste Methode ist es, diese zu verbrennen oder über den Abfall zu entsorgen.

Rosenrost erkennen Sie an den schwarzen Pusteln auf der Blattunterseite. Oft ist Kalimangel verantwortlich, mit entsprechenden Düngemitteln lässt sich der Befall eindämmen.

Mehltau befällt besonders gerne durch Wassermangel geschwächte Pflanzen. Gießen Sie kräftig, aber nur an der Basis der Pflanze. Schneiden Sie befallene Triebe sofort ab, im Frühstadium können Sie Mehltau rasch eindämmen. Auch hier gilt: gegossen wird nur im Wurzelbereich. Nasse Blätter fördern den Mehltau.

Der Mondkalender im August 2013

Fruchttage: 8, 9, 17, 18, 25, 26. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 3, 10, 11, 12, 13, 19, 20, 27, 28, 29. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 5, 13, 14, 21, 22, 30, 31. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 1, 6, 7, 15, 16, 23, 24, 25. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8.00 bis 14.00 Uhr vertreten.

Jeden Donnerstag von 14-19 Uhr, sowie Dienstag und Samstag von 8-13 Uhr sind wir in Heviz auf dem Ökomarkt am großen Parkplatz mit unseren Produkten zu finden.

Neue Produkte im August:

Johanniskrautöl zur Behandlung von Muskelschmerzen, Zerrungen, Stichverletzungen, Quetschungen und anderen Verletzungsfolgen. Auch leichte Verbrennungen, infizierte Wunden, Geschwüre und Neuralgien können durch Johanniskraut-Öl gelindert werden. Aufgrund seiner Vielfältigkeit gehört das Johanniskraut-Öl in jede Hausapotheke. Achtung! Nebenwirkungen und Wechselwirkungen: Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben.

Schachtelhalmtinktur zur Stärkung von Haut, Haar und Bindegewebe, sowie zur Linderung von Gicht und Rheumatischen Beschwerden. Kamillentinktur, Rosskastanientinktur zur Behandlung von Venenproblemen sowie Lavendeltinktur und Sirup bei Magen- und Schlafproblemen.

Stammtisch in Kehida

Der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde im Restaurant Mediterrán Ételbar in Kehida Kustany findet regelmäßig donnerstags ab 19.30 Uhr statt.

Es wird übrigens nicht nur über Garten und Natur gesprochen, inzwischen ist dies ein themenoffener Stammtisch und die Wirtin ist auch gerne bei Behördenschreiben und ähnlichem dank Ihrer Erfahrung behilflich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist 2013 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456 geöffnet.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer-, Bärlauch-, und Rosskastanien Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel-, und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie weitere Gesundheits-Lebensmittel aus der Apotheke Gottes. Natürliche Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ.

Die Lebensmittel können ohnehin auf den Märkten probiert und gekauft werden.

Die Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, Getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringe ich gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de