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Idealer Wasserstand im Balaton

Der Balaton ist als größter See Mitteleuropas mit hervorragend weichem und im Sommer angenehm warmem Wasser die wichtigste Tourismusdestination Ungarns und das ideale Urlaubsziel für Familien mit Kindern. Deshalb lassen Veränderungen des Wasserstandes und der Wasserqualität stets Experten und Medien aufhorchen.

Nach vielen Monaten ungewöhnlicher Trockenheit sank der Wasserspiegel in den letzten Jahren um bis zu 1,5 Meter ab und beschwörte Schreckensszenarien vom Austrocknen des Sees herauf. Im Jahr 2013 hat sich der Wasserspiegel im See jedoch dank ausgiebiger Regenfälle zum Jahresbeginn innerhalb weniger Wochen wieder normalisiert. Auch die trockenen Sommermonate voll Sonnenschein hatten keine negativen Auswirkungen auf den Wasserstand und die Qualität des Wassers, denn im November fiel doppelt so viel Regen wie im Durchschnitt der letzten Jahre.

Das bestätigten Experten auf einer Pressekonferenz am 12. Dezember 2013. Im Dezember beginnt Jahr für Jahr das Schneiden der Schilfflächen, ein Fachgremium hatte zuvor den Wasserpegel geprüft. Der an der maßgebenden Regulierungsmarke registrierte Wasserstand von 100 Zentimeter (erlaubte Maximalhöhe 110 cm) – das entspricht einer Durchschnittstiefe des Sees von etwa 3,20 Metern – ist Aussagen des Leiters der Wasserwirtschaftsdirektion Mittel-Transdanubien, István Csonki, zufolge ideal für die Winterarbeiten, das Überleben der Fische während der kalten Monate, aber auch für den Wintersport.

Vorhersagen der Meteorologen zufolge soll der Dezember wärmer und trockener, der Januar wärmer und regenreicher, der Februar wieder etwas trockener als sonst werden. Deshalb entschied sich die zuständige Wasserwirtschaftsdirektion, bis März die Schleusen für den Abfluss überschüssigen Wassers aus dem Balaton geschlossen zu halten.

Während des Winters wird die Wasserwirtschaft auf einer Fläche von rund 100 Hektar Schilf schneiden lassen. Dazu ist an den meisten Stellen eine Eisdecke von mindestens 10 Zentimeter Dicke erforderlich. Schilf darf des Weiteren auf privaten Flächen nach Anmeldung bei den Selbstverwaltungen auch selbst geschnitten werden. Aller drei Jahre ist das Schneiden aller Flächen – am Balaton insgesamt tausend Hektar – notwendig, um einen gesunden Wuchs zu garantieren.