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Hoher Wasserstand im Balaton

Schleusen in Siófok geöffnet

In Hinblick auf die Sommersaison mit ihren trockenen Monaten wurde ein winterlicher Wasserstand im Balaton über dem Normpegel von 110 Zentimeter zugelassen. Ende Februar erreichte der Wasserstand dann plötzlich sogar 128 Zentimeter.

Zur Regulierung des Wasserstandes wurden nach der Entscheidung einer Expertenkommission und nach Zustimmung der zuständigen Behörden Anfang März die Schleusen in Siófok geöffnet, wodurch das überschüssige Wasser in den Sió-Kanal abfließen kann.

Bis Mitte März war die zufließende Wassermenge aus dem Wassersammelgebiet des Sees über die zahlreichen kleinen Bäche und Kanäle am Nord- und Südufer noch höher als die über die Schleuse abfließende Menge, so dass der Wasserpegel weiterhin stieg, sagte die Sprecherin der Landesdirektion für Wasserwesen, Gabriella Siklós, den Medien gegenüber.

Die Schleusen in Siófok wurden unter Aufsicht der Landesdirektion stufenweise geöffnet. Nach etwa zwei Wochen erreichte das Volumen der abfließenden Wassermenge 35 m³ pro Sekunde. Damit wird der Wasserpegel im Plattensee pro Tag nun um einige Millimeter gesenkt. Der plötzliche Anstieg des Wasserpegels in den letzten Wochen war darauf zurückzuführen, dass in dieser Zeitspanne im Wassersammelgebiet des Balaton etwa dreimal so viele Niederschläge niedergingen als normalerweise.