Erste Runde der Mückenbekämpfung am Balaton

Mehr als tausend Hektar des Balatons wurden in den letzten Tagen auf Mücken kontrolliert. Tamás Sáringer-Kenyeres, Leiter des vom Balaton-Verein (BSZ) beauftragten Expertenteams, sagte, der Einsatz aus der Luft habe dazu gedient, die früh auftauchenden Stechmücken rund um den Plattensee auszudünnen – berichtet das Nachrichtenportal hirbalaton.hu.



Die Mückenlarven entwickelten sich in diesem Jahr am Balaton eineinhalb Wochen früher, weshalb die Bekämpfung früher angeordnet werden musste. Tamás Sáringer-Kenyeres wies gegenüber sonline.hu darauf hin, dass, da dieser Winter nicht so regenreich war wie in den Vorjahren, die für die Bekämpfung verantwortliche Firma den Eingriff auf fast einem Drittel weniger Fläche durchgeführt hat. Der Experte betonte, dass sie genau wissen, welche Bereiche kontrolliert werden müssen, und die am stärksten befallenen Stellen sind auf einer Karte markiert. „Eine umfassende Untersuchung rund um den See wurde vor 20 Jahren abgeschlossen“, sagte Tamás Sáringer-Kenyeres.

„Wir haben die Stellen identifiziert, die potenziell für eine biologische Bekämpfung in Frage kommen, und überprüfen diese Bereiche seit 2002 jedes Jahr, um die Bekämpfungsaufgaben zu bestimmen. Die Niederschlagsmenge kann die Größe des Gebietes verändern, aber auch Infrastrukturinvestitionen wie der Straßenbau können die Mückenkarte verändern. Denn dort, wo früher eine Brutstätte war, hat der Bau sie praktisch eliminiert. Auf unserer Karte sind derzeit Hunderte von Brutstätten der Mücken verzeichnet, die für eine Bekämpfung aus der Luft genutzt werden können“, betonte der Experte.

Die mit der Mückenbekämpfung beauftragte Firma führte am Montag den Eingriff aus der Luft durch, so dass die Zahl der im Frühsommer schwärmenden Mücken deutlich reduziert werden dürfte. Tamás Sáringer-Kenyeres fügte hinzu, dass die Brutstätten der Mückenlarven ständig überwacht werden. Wenn sie schlüpfen und mehr Regen eintrifft, wird die biologische Bekämpfung erneut angeordnet. Es wird erwartet, dass Ende April oder Anfang Mai die Flugzeuge wieder abheben werden. Diese Methode wird so lange angewandt, bis sie gezwungen sind, die chemische Bekämpfung einzusetzen. Tamás Sáringer-Kenyeres wies darauf hin, dass die Mückenbekämpfung etwa 10 Millionen Forint kostete.