Ungarn und Deutschland kooperieren bei der Forschungs- und Entwicklungsförderung für KMU

Die Innovationsressorts der Regierungen Ungarns und Deutschlands arbeiten gemeinsam an einem Förderprogramm in Höhe von 14 Millionen Euro, um die grenzüberschreitende, marktorientierte Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit von KMU zu unterstützen, wie das ungarische Ministerium für Innovation und Technologie mitteilte – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Ziel des Programms, zu dem die Regierungen Ungarns und Deutschlands jeweils 7 Millionen Euro beisteuern, ist die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Technologien auf der Grundlage von Kooperationen, an denen neben KMU auch Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt sein können. Das Programm ist Teil von Eureka, einer zwischenstaatlichen Organisation zur Finanzierung und Koordinierung von Forschung und Entwicklung, zu deren Mitgliedern die Europäische Union und die EU-Mitgliedstaaten gehören. Seit dem Beitritt Ungarns zu Eureka im Jahr 1992 wurden 125 Projekte mit ungarischer Beteiligung durchgeführt, die mit fast 78 Millionen Euro gefördert wurden, und etwa 30 Projekte sind noch im Gange. An etwa einem Drittel der abgeschlossenen Projekte waren deutsche Partner beteiligt.

László Palkovics, Leiter des Ministeriums, sagte, dass das jüngste Förderprogramm im Rahmen von Eureka die Zusammenarbeit in „zukunftsweisenden Bereichen von zentraler Bedeutung, von künstlicher Intelligenz über Quantentechnologie und Biotechnologie bis hin zu autonomen Produktionssystemen“ fördern werde. Er wies darauf hin, dass der ungarische Staat mit dem deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall beim Bau eines Werks in Zalaegerszeg (Westungarn) zusammenarbeitet, in dem gepanzerte Kampffahrzeuge des Typs Lynx hergestellt werden sollen, und dass die erste Phase einer Off-Road-Umgebung auf der nahe gelegenen Teststrecke ZalaZONE abgeschlossen wurde.

Das Ministerium für Innovation und Technologie und der deutsche Koordinator des F&E-Netzwerks, die Fraunhofer-Gesellschaft, „sind sich einig, dass die bilaterale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung in den Bereichen Quantencomputing, KI und Lebensmittelsicherheit weiter ausgebaut werden kann“, fügte er hinzu.