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Autohehlerei in Budapest aufgedeckt

Die Polizeidirektion des 19. Stadtbezirks von Budapest leitete gegen zwei Budapester und einen Velényer Einwohner ein Untersuchungsverfahren wegen des dringenden Verdachts der Hehlerei in großem Stil ein.



Die Polizeidirektion Kispest war der Anzeige eines Mannes gegen den 53-jährigen Mihály G. nachgegangen, der dem Geschädigten einen Pkw des Typs Renault verkauft hatte, von dem sich später herausstellte, dass er nicht die Parameter besaß, die der Verkäufer zugesagt hatte. Die Parteien einigten sich deshalb mündlich, dass Mihály G. dem Mann das Auto beim Draufzahlen von 200 Tausend Forint durch ein anderes ersetzen wird. Die beiden Männer besprachen einen Treffpunkt, Mihály G. nahm das eine Auto mit, lieferte das neue aber auch Tage danach nicht, so dass der Fall zur Anzeige kam.

Auf der Grundlage der Anzeige führte die Polizei am 21. Oktober 2014 eine Hausdurchsuchung an der Wohnadresse von Mihály G. im 19. Bezirk durch. Dabei machte sie einen interessanten Fund: die Polizisten entdeckten mehr als zwanzig amtliche Kennzeichen von Pkw und Ersatzteile von Autos, die von anderen Dienststellen zur Fahndung ausgeschrieben worden waren. Darüberhinaus beschlagnahmten die Beamten in der Tiefgarage der Immobilie einen goldfarben überspritzten Renault, dessen Fahrzeug-Identifizierungsnummer nicht erkennbar war. Die Experten stellten bei einer ersten Untersuchung vor Ort fest, dass die Originalfarbe des Autos schwarz war und es sich dabei vermutlich um den Wagen handelt, den Mihály G. dem Geschädigten verkauft hatte.

Die Polizei beschlagnahmte an der zweiten Adresse des Verdächtigen weitere siebzig amtliche Kennzeichen, Motorblöcke und Ersatzteile aus ausgeschlachteten Autos. Hier nahm die Polizei weitere zwei Personen zur Befragung fest, die verdächtigt werden, Mihály G. bei der Annahme und Zerlegung der eintreffenden Autos geholfen zu haben.

Das Untersuchungsverfahren wird von der Kriminalabteilung der Polizeidirektion des 19. Stadtbezirks von Budapest durchgeführt. Mihály G. wurde am 23. Oktober 2014 wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft genommen.