Nachgedacht: Trotz Corona …

… Maskenpflicht, Abstandsregeln, Impfdebatten, Lockdown ja oder nein, täglich erhöhte Infektionszahlen – nicht zu übersehen, Weihnachten steht vor der Tür. Fährt man durch die Straßen, Dörfer und Städte, Ungarn schmückt sich für das schönste Fest des Jahres.



Lichterketten, geschmückte Bäume, leuchtende Fenster, glitzernde Hausfassaden sind nun zum Start in den Advent überall präsent. Und es ist schön. Vor allem in der dunklen Jahreszeit, alles grau in grau, Regen und Kälte, erhellen die vielen bunten Dekorationen die triste Zeit bis ins neue Jahr. Auch in den Geschäften, Lokalen und Amtsstuben glitzert und leuchtet es in den verschiedensten Farben. Hier grüßt ein überdimensionaler Nikolaus die Besucher, dort wartet ein beleuchteter Rentierschlitten auf den Heiligen Mann.

Das Angebot an Weihnachtsartikeln im Handel ist groß, sehr groß. Wie überall auf der Welt, wo man auf das Christkind wartet. Und gekauft wird fleißig. Ob Christbaumschmuck, Lichterketten, Kerzen, Schleifchen und vieles andere mehr, die Nachfrage regelt das Angebot. Und zeitig zum ersten Advent wird bereits nach den ersten Geschenken gesucht, die dann an Hl. Abend unter dem Christbaum ihren Platz finden werden. Schön verpackt in Glanzpapier, bunten Kärtchen und güldenen Schleifen. Ja, Weihnachten hat seinen eigenen Charme, wie sonst kein Fest im Kalenderjahr.

Aber nicht nur die vielen ideenreichen Dekorationen und Gaben machen das Fest der Liebe zu dem, was es ist. Besonders wichtig: ein gutes und reichliches Festmahl. An den Feiertagen kann nach Herzenslust geschlemmt werden, egal, ob gesund oder nicht, billig oder teuer. Die Familien lassen sich an diesen Tagen eine gute Küche schon etwas kosten. Ist aber auch verständlich. Sitzt die Familie in trauter Runde vereint wieder einmal komplett zusammen, darf es ruhig etwas mehr sein. Das gilt sowohl für den täglichen Mittagstisch, das Abendessen am 24. Dezember oder den Nachmittagskaffee. Dazu kommen noch Punsch, selbstgebackene Plätzchen, Stollen und die besonders leckeren Schokolebkuchen. Weihnachten ist nur einmal im Jahr, somit verständlich für all den Aufwand in Küche, Haus und Garten und am Ende etwas zu knappen Geldbeutel.

Das einzige was fehlt, sind die Christkindlmärkte. In diesen schwierigen Corona-Zeiten wurden sie fast überall abgesagt. Allein der besondere Duft von Glühwein, Bratwürsteln, den einzigartigen Gewürzen sowie Tannengrün sind unverwechselbar. Dazu kommen Kerzenschein, Lichterglanz, es glitzert und funkelt an allen Ecken und Enden. Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein, einfach nur schön. Wenn auch dieses Jahr viele auf solche Veranstaltungen verzichten müssen, es kommen wieder andere Zeiten, müssen kommen.

Irgendwann hat Corona ausgedient, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und denken Sie, liebe Balaton Zeitungsleser, daran: Impfen, impfen, impfen, Maskenpflicht und Einhaltung der Abstandsregeln. Alles wird gut!

Eine besinnliche und vor allem gesunde Adventszeit wünscht Ihnen

Ihre Eva

Bis bald!