Nachgedacht: Es ist schon seltsam …

… die Adventszeit und das Weihnachtsfest stehen vor der Tür und mich beschleicht Wehmut. Ich vermisse die alte Heimat. Mir fehlt der vorweihnachtliche Trubel, den ich so viele Jahre in meinem Arbeitsleben erleben und mitmachen durfte. Adventssingen, Basare, Christkindlmärkte, Nikolausbesuche, Weihnachtkonzerte – das alles vermisse ich schmerzlich.



Dazu Glühwein mit Lebkuchen, Kerzenschein, Bratwürstlsemmeln, Lichtermeer und den einzigartigen Duft von Weihnachten, der mich dabei von Jahr zu Jahr immer wieder umgab. An den vier Adventswochenenden warteten in vielen festlich geschmückten Sälen Jung und Alt sehnsüchtig auf den Heiligen Nikolaus mit seinem Kramperl. Auch das Christkind kam, begleitet von einer Schar von kleinen Engeln, und verkündete die frohe Botschaft. Dazu war Besinnliches in Form von Dreigesang, Zither und Harfe sowie Gedichten, Geschichten und Erzählungen zu hören.

Vor allem bei den kommunalen Einrichtungen wie Feuerwehr, Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Kitas wollte Jeder meiner Kollegen dabei sein, wenn die Einladungen zur Weihnachtsfeier eintrudelten. Trotz der stressigen Wochen, welche die Zeit vor dem schönsten Fest des Jahres mit sich bringt, war neben dem üblichen Tagesgeschäft keine Spur von Missmut in den Büros der Redaktion zu spüren. Im Gegenteil. Die Termine wurden gerne wahrgenommen, die Vorfreude auf Weihnachten gegeben.

Trotz der wehmütigen Gedanken werde ich natürlich in Kürze meine weihnachtliche Dekoration in Haus und Hof anbringen. Lichterketten, Adventsgebinde, Kripperl und vieles andere mehr. Dazu ein Muss: Der schön geschmückte Christbaum. Weihnachten zu Zweit kann sehr schön und besinnlich sein, auch hier, in einem anderen Land. Die Zeiten von früher sind vorbei, nach vorne blicken, lautet die Devise. Trotzdem blicke ich etwas traurig zurück an die vergangenen Jahre und so hin und wieder würde ich die Arbeit als Zeitungsfritze mit Vergnügen wieder aufnehmen – aber nur vier Wochen, in der Zeit vor dem Weihnachtsfest, im Advent, in der besinnlichen Zeit.

Bis bald,
Ihre Eva