Szijjártó: Krieg könnte Energiekrise in Europa verschärfen

Die europäische Energiesicherheit stand in letzter Zeit vor ernsten Herausforderungen, die durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland noch verschärft werden könnten, erklärte Péter Szijjártó, Minister für auswärtige Angelegenheiten und Handel, auf einer Konferenz – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

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Auf einer Budapester Konferenz zum Thema Energiepreise sagte der Minister, dass die Regierung zwar alles in ihrer Macht Stehende tue, um die Sicherheit Ungarns zu gewährleisten, dass die Situation aber „Herausforderungen mit sich bringt, die über die unmittelbaren Schrecken des Krieges hinausgehen“. Die Energieversorgung sei eine dieser Herausforderungen, sagte Szijjártó. Ein Mangel an Energieressourcen würde die Wirtschaft lähmen und den Haushalten die Heizung abschneiden, sagte er. „Das ist nicht nur ein ungarisches Problem, sondern eine sehr ernste Herausforderung für ganz Europa.“

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Europa deckt über 80 % seines Gasverbrauchs durch Importe, von denen die Hälfte aus Russland kommt, sagte Szijjártó. Derzeit seien die europäischen Gasreserven zu weniger als 30 % gefüllt, und die Gaspreise seien in den letzten 18 Monaten um das Sechsfache gestiegen. Der Minister sagte, die gegen Russland verhängten Sanktionen hätten sich bisher nicht auf die Gaslieferungen ausgewirkt. Er fügte hinzu, dass Ungarn die Sanktionen der EU gegen Russland unterstützt habe.

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Szijjártó wies die Behauptungen des Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei, Donald Tusk, zurück, wonach Ungarn ein Veto gegen den Vorschlag der EU eingelegt habe, Russland aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT auszuschließen. Szijjártó nannte Tusk einen „notorischen Lügner“. „Wir haben Russlands militärische Aktionen verurteilt, unsere Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck gebracht und stehen zu ihrer territorialen Integrität und Souveränität. Die europäische Einheit ist für uns von größter Bedeutung“, sagte er.

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Die EU habe es versäumt, in die Entwicklung der Infrastruktur und die Erschließung neuer Ressourcen zu investieren, obwohl sie noch die Möglichkeit gehabt hätte, „eine viel sicherere Energieversorgungskarte zu entwerfen“, so der Minister. Die Entwicklung der Infrastruktur in Ost- und Südeuropa, um neue Ressourcen zu erschließen, und die Erhöhung des Anteils nachhaltiger Energieressourcen am Versorgungsmix seien entscheidend, um die Energiesicherheit zu gewährleisten und die von der ungarischen Regierung eingeführten Preissenkungen für Versorgungsunternehmen aufrechtzuerhalten, so Szijjártó.

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Ungarn hat sein Gastransportnetz bereits mit sechs seiner sieben Nachbarländer verbunden und wird dies in Kürze auch für das Hochspannungsstromnetz tun. Die Regierung hat auch zum Aufbau des LNG-Terminals in Kroatien beigetragen und führt fortgeschrittene Gespräche mit Aserbaidschan, Israel und Ägypten über die Diversifizierung seiner Energieimporte, sagte er. Auch die Investitionen in die Solarenergie werden vorangetrieben, was dem Land helfen wird, seine Klimaziele zu erreichen, so Szijjártó.

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