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Trends in der Schönheits-Chirurgie

Ein großer Busen, straffe Augenlider und ein flacher Bauch quasi auf Knopfdruck: Schönheitsoperationen sind heute möglich und offensichtlich kein Tabu mehr. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) hat in der ersten Hälfte des Jahres 2015 die Daten von insgesamt 1005 Patienten der Schönheitschirurgie ausgewertet. Dabei kam heraus, dass Brustvergrößerungen – trotz des Billigsilikonskandals – noch immer zu den beliebtesten Operationen in der ästhetisch-plastischen Chirurgie gehören.

Was sind die Trends der Schönheitschirurgie?

Mit rund 20 Prozent sind Brustvergrößerungen mit Implantat unter den Frauen auf Platz 1 der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen 2015. Nur rund 4 Prozent machten von der Alternative Gebrauch, sich die Brüste mit Eigenfett vergrößern zu lassen – rund ein Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Lidstraffungen mit 13 und Fettabsaugung mit rund 10 Prozent folgen auf Platz 2 und 3 des Rankings.

Naturgemäß sind es bei den Männern nicht die Brüste, beliebtes Operationsziel sind. Lidstraffungen ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent der männlichen Patienten der beliebteste Schönheitseingriff, knapp gefolgt von Fettabsaugungen (18 Prozent). Schweißdrüsenabsaugungen und Korrekturen im Intimbereich fanden 2014 noch größere Beliebtheit als in 2015. Insgesamt ist der Anteil männlicher Patienten aber zurückgegangen: Waren es 2013 noch rund 17 Prozent, ließen sich 2014 lediglich 14,7 Prozent und 2015 13,5 Prozent der Schönheit wegen unters Messer legen.

Frauen legen viel Wert auf ihr Äußeres
Frauen legen viel Wert auf ihr Äußeres

Nicht nur Vorlieben und Geschlecht wurden bei der Untersuchung der DGÄPC berücksichtigt. Auch hinsichtlich des Alters der Patienten gibt es einige spannende Fakten: Grundsätzlich ist nämlich zu beobachten, dass das Alter, mit dem sich die Patienten und Patientinnen operieren lassen eher steigt. Im Jahr 2015 sind die Menschen im Durchschnitt 42,5 Jahre alt – die weiblichen mit 42,2 etwas jünger als die männlichen mit 44,4 Jahren. Seit 2010 ist das Durchschnittsalter um satte vier Jahre gestiegen. Nur etwa 24,5 Prozent der Patienten und Patientinnen sind zwischen 18 und 30 Jahre alt.

Brustvergrößerung für mehr Selbstwertgefühl und Wohlbefinden

Schon mit Beginn der Pubertät fängt das Vergleichen mit anderen Mädchen an: Wer trägt als erste einen BH? Wer hat die größten, rundesten und schönsten Brüste? Wer ist erwachsen und wer ist noch Kind? Meist ist es die Veranlagung, an der man überhaupt nichts ändern kann – entweder die Brüste wachsen oder sie bleiben klein. Manche Mädchen und Frauen schämen sich für ihren großen Busen, andere wünschen sich ein paar Körbchen größer. Für das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden spielen Größe und Form der Brüste eine entscheidende Rolle.

Ein großer, praller Busen ist ein Zeichen von Weiblichkeit. Das hat weniger etwas mit einer gesellschaftlichen Ansicht als viel mehr mit Grundbedürfnissen und Instinkten zu tun: Während eine große Brust ein Baby versorgen kann, scheint ein kleiner Busen dieses Bedürfnis nicht stillen zu können – zumindest glaubt man das, ganz einfach gesagt. Und auch wenn sich viele Frauen und Männer nicht darüber bewusst sind, kann diese banale Tatsache eine entscheidende Rolle spielen.

Eine große Oberweite sorgt dafür, dass sich die Frau in ihrem Körper wohlfühlt. Das ist überhaupt nicht so oberflächlich wie es klingt. Für einige Frauen mit einer kleinen Brust ist der Sommer – die Zeit der knappen Tops – ein purer Albtraum. Wer sich in seiner Figur nicht wohlfühlt, der mag sich nicht gern zeigen und das kann sehr einschränken.

Auch wenn sich die meisten Frauen (und Männer) über das OP-Risiko bewusst sind, hält sie das in nur seltenen Fällen davon ab, sich unters Messer legen zu lassen – für die Schönheit und für das Wohlbefinden.