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Saatgutverband: Ökologischer Landbau auf Wachstumskurs

Die Fläche des ökologischen Landbaus in Ungarn ist weiter gewachsen und liegt nun stabil bei über 300.000 Hektar. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte sich der Anteil der ökologischen Flächen verdoppeln, was auch die Nachfrage nach ökologischem Saatgut mit sich bringen würde, teilte der Verband der Saatgutindustrie (VSZT) am Montag der Nachrichtenagentur MTI mit.

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Péter Mikó, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Ökosaatgut der VSZT, betonte in der Mitteilung: Dank der Förderanreize der EU und dem neuen fünfjährigen nationalen Förderprogramm, das 2025 gestartet wurde, entwickelt sich der ungarische Ökosektor dynamisch, wobei die Fläche der zertifizierten Flächen bereits 300.000 Hektar übersteigt. Gleichzeitig gehört Ungarn mit einem Öko-Anteil von 6,3 Prozent gegenüber dem EU-Durchschnitt von 10,5 Prozent zu den aufholenden Mitgliedstaaten. Bei den Obstplantagen liegt Ungarn jedoch über dem EU-Durchschnitt, erklärte Péter Mikó und fügte hinzu, dass Wiesen und Weiden mit 55 Prozent den größten Anteil der ökologischen Flächen ausmachen, gefolgt von Ackerflächen (36 Prozent) und den dynamisch wachsenden ökologischen Obstplantagen (7 Prozent). Der Analyse zufolge werden in der heimischen Lebensmittelindustrie vor allem die wichtigsten Getreidesorten verarbeitet, daneben spielen auch die Verarbeitung von Sonnenblumen und Soja sowie von Erbsen, Luzerne und Mais eine bedeutende Rolle. Pflanzen, die keiner Verarbeitung bedürfen, werden in erster Linie auf dem heimischen Frischmarkt verkauft, während der Großteil der Getreidearten und Industriepflanzen, die eine Massenproduktion gewährleisten, exportiert wird.

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Der ökologische Landbau stärkt die Biodiversität, verringert die Wasserverschmutzung und den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft. Darüber hinaus sorgt die hier angewandte nachhaltige Bodenbewirtschaftung für einen höheren Gehalt an organischen Stoffen im Boden, wie in der Mitteilung betont wurde. Nach Angaben des Saatgutverbands wird das Wachstum des heimischen Ökosektors weiterhin durch die Unterentwicklung der verarbeitenden Industrie, den schwankenden Absatzmarkt und den Preiswettbewerb mit Importprodukten gebremst. Der Bedarf an manueller und maschineller Arbeitskraft ist in der ökologischen Landwirtschaft deutlich höher, während die Erträge oft geringer sind, was die Rentabilität der Landwirte erheblich beeinträchtigt, wie sie feststellten. Der VSZT betonte, dass die für die Produktion von Öko-Saatgut genutzte Fläche derzeit klein ist, da die Landwirte neben dem Raritäten-Saatgut fast ausschließlich konventionelles, unbehandeltes Saatgut verwenden. Das Sortenangebot ist derzeit selbst bei den Sorten, die seit Jahren regelmäßig in der von Nébih betriebenen Öko-Saatgut-Datenbank zu finden sind, noch gering.

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Péter Mikó betonte, dass der nationale Öko-Aktionsplan einen ausreichenden Anreiz darstellt, um den Anteil der ökologischen Anbauflächen bis 2030 zu verdoppeln, was zu einer steigenden Nachfrage nach Saatgut führen wird. Darüber hinaus bleiben bis 2036, bis zur Einführung der obligatorischen Verwendung von Öko-Saatgut im Öko-Sektor – bis zur Abschaffung der Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung für die Verwendung von unbehandeltem konventionellem Saatgut zu beantragen – nur noch 10 Jahre, weshalb ein dynamischer Aufschwung des Öko-Saatgutsektors zu erwarten ist, betonte er.

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