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Analysten: Inflationsrate im April entsprach weitgehend den Erwartungen

Die Inflationsdaten für April kamen für die Analysten, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur MTI äußerten, nicht überraschend, doch die Aussichten sind ungewiss und mit zahlreichen Aufwärtsrisiken behaftet. Laut dem am Freitag veröffentlichten Bericht des KSH stieg die jährliche Inflationsrate im April auf 2,1 Prozent, nach 1,8 Prozent im März. Innerhalb eines Monats stiegen die Verbraucherpreise um durchschnittlich 0,4 Prozent – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

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Orsolya Nyeste, leitende Makroökonomin bei der Erste Bank, schrieb in ihrem Kommentar zu den Daten: Die Verbraucherpreisinflation im April kam nicht überraschend, sie lag nur geringfügig über der von der Bank erwarteten Rate von 2 Prozent. Der Preisanstieg bei Lebensmitteln kann nur als moderat bezeichnet werden, da die Auswirkungen der Preisobergrenzen, die vor allem in den Statistiken vom April letzten Jahres auftauchten, aus der Vergleichsbasis herausgefallen sind. Angesichts der höheren Energiepreise, des Frosts und der Schäden durch die wahrscheinlich bevorstehende erneute Dürre sowie der nach unten verzerrenden Wirkung der Preisobergrenzen ist zu befürchten, dass diese Situation nur vorübergehend ist – merkte sie an.

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Mit Blick auf die Zukunft ist das Inflationsbild ausgesprochen ungewiss. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs haben sich bislang nicht in der ungarischen Inflation niedergeschlagen, was vor allem auf die künstliche Begrenzung der Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Auch bei den Lebensmitteln ist völlig ungewiss, wie lange die Preisobergrenzen bestehen bleiben. Auf jeden Fall scheint eine zumindest teilweise Aufhebung dieser administrativen Beschränkungen in diesem Jahr wahrscheinlich, was die Inflation antreiben könnte. Zudem läuft im Sommer die Frist für die freiwillige Preisbegrenzung bei Bank- und Telekommunikationsdienstleistungen aus, was ebenfalls einen einmaligen Preisanstieg zur Folge haben könnte. Dem könnte jedoch die spektakulär schnelle Aufwertung des Forint entgegenwirken. Im letzten Quartal des Jahres könnte die jährliche Inflationsrate sogar auf über 5 Prozent steigen, doch aufgrund der verhaltenen Inflationsdaten des ersten Quartals wird die durchschnittliche Jahresinflation dennoch mit ziemlicher Sicherheit unter 4 Prozent bleiben – prognostizierte die Expertin der Erste Bank.

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