Die Analysten, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur MTI äußerten, zeigten sich überrascht über den Rückgang der Inflation im Mai, der anstelle der erwarteten Beschleunigung eintrat. Sie führten diese Entwicklung vor allem auf den starken Forint zurück, was dem geldpolitischen Rat der Zentralbank grünes Licht für die nächste Zinssenkung gibt. Die Analysehäuser haben ihre Inflationsprognosen für dieses Jahr aufgrund der aktuellen Daten nach unten korrigiert – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
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Laut dem aktuellen Bericht des Statistischen Zentralamtes (KSH) verlangsamte sich der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise im Mai auf 1,8 Prozent gegenüber 2,1 Prozent im April; im Vergleich zum Vormonat blieben die Preise im Durchschnitt unverändert. Die Analysten hatten für Mai einen leichten Preisanstieg von 2,2 Prozent erwartet.
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Orsolya Nyeste, leitende Makroökonomin bei der Erste Bank, betonte in einem Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur MTI: Entgegen dem erwarteten leichten Anstieg stagnierten die Verbraucherpreise auf Monatsbasis, und die jährliche Inflationsrate verlangsamte sich, was eine große Überraschung darstellt, da Prognosen eher von einer leichten Beschleunigung der Inflation ausgegangen waren. Auch die Kerninflation blieb niedrig. Die Daten könnten für die MNB praktisch grünes Licht für eine Zinssenkung bei ihrer nächsten Sitzung bedeuten. Die positive Überraschung kam im Wesentlichen von den Lebensmittelpreisen, aber auch in den anderen großen Konsumgütergruppen ist keine besondere Bereitschaft zu Preiserhöhungen zu erkennen.
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Positiv ist, dass die Inflation bei Industriegütern offenbar tatsächlich durch den starken Forint deutlich gebremst wird und auch bei den Dienstleistungen keine größere Bereitschaft zu Preiserhöhungen zu erkennen war, so die Expertin. Das Gesamtbild bleibt unverändert: Solange die recht weitreichenden administrativen Preisbeschränkungen bestehen, gibt es kaum kurzfristigen Inflationsdruck – betonte sie. In den kommenden Monaten könnte die Inflation einen Aufwärtstrend nehmen, wobei der Anstieg offenbar geringer ausfallen wird als zuvor angenommen. Angesichts der extrem niedrigen Inflation in den ersten fünf Monaten senkte die Erste Bank ihre Prognose für die durchschnittliche Jahresinflation in diesem Jahr auf 2,8 Prozent.
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