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Magyar: Vorletzter Reaktorblock im Kernkraftwerk Paks wird abgeschaltet

Aufgrund des weiteren Absinkens des Wasserstands der Donau wird am Sonntag um 1:30 Uhr morgens der vorletzte Reaktorblock im Kernkraftwerk Paks abgeschaltet – dies teilte Ministerpräsident Péter Magyar am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite mit – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

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Der Regierungschef betonte: Das Kraftwerk erzeuge damit nur noch 240 Megawatt und werde „morgen zum ersten Mal nach 44 Jahren vollständig abgeschaltet“. Die Leistung des Kraftwerks Paks beträgt normalerweise 2000 Megawatt. Péter Magyar erklärte noch am Samstag, dass der ungarische Netzbetreiber Mavir (Magyar Villamosenergia-ipari Átviteli Rendszerirányító) aufgrund des erheblichen Rückgangs der Kraftwerksleistung im ungarischen Stromnetz das für den Fall einer erheblichen Störung des Netzes vorgesehene Protokoll in Kraft gesetzt habe. Er wies darauf hin, dass alle verfügbaren Reservekraftwerke in Ungarn in Betrieb und einsatzbereit seien, einschließlich der seit langem stillgelegten und sich in einem äußerst schlechten Zustand befindlichen Kraftwerke. Alle einsatzfähigen Kraftwerke seien mit dem erforderlichen Brennstoff versorgt worden.

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Aufgrund der am Samstagabend in Kraft getretenen Regierungsverordnung können industrielle Großverbraucher vom Stromnetz getrennt werden, sofern sie die geforderten Verbrauchsreduzierungen nicht umsetzen. „Ganz am Ende der Einschränkungsskala steht die Bevölkerung. Zunächst tragen der Staat, Großunternehmen, Industriebetriebe und Einrichtungen mit aufschiebbarem Energieverbrauch die Lasten. Der Netzbetreiber darf erst dann auf die Stromversorgung der Haushalte ungarischer Familien zurückgreifen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. So sieht diese Systemänderung in der Praxis aus“, erklärte Péter Magyar zuvor.

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Im Zeichen der Energieeinsparung hat die Regierung angeordnet, den Güterverkehr auf der Schiene ab Montag in der kritischsten Zeitspanne zwischen 17 und 22 Uhr einzustellen und für die ersten drei Tage der kommenden Woche in allen Bereichen der staatlichen Verwaltung, in denen die kontinuierliche Aufgabenerfüllung dies zulässt, Homeoffice zu verordnen. Darüber hinaus werden privatwirtschaftliche Unternehmen und Arbeitgeber gebeten, in den kommenden Tagen ebenfalls allen Mitarbeitern, deren Arbeit aus der Ferne erledigt werden kann, die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice zu gewähren und den Energieverbrauch in Bürogebäuden auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die dekorative Beleuchtung und alle nicht unbedingt notwendigen Beleuchtungsanlagen aller staatlichen Einrichtungen werden abgeschaltet, und von allen Gemeinden in Ungarn werden Energiesparmaßnahmen auf höchstem Niveau erwartet – sagte Péter Magyar.

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