Mehrere Länder sind von einem kritischen IT-Sicherheitsrisiko betroffen, und als Vorsichtsmaßnahme wurden die Website magyarorszag.hu sowie der Zugriff auf mehrere andere Regierungswebsites über Nacht vorübergehend gesperrt, teilte Zoltán Tanács, Minister für Wissenschaft und Technologie, am Donnerstag auf Facebook mit – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
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Zwar seien keine Anzeichen für einen Angriff festgestellt worden, doch würden Transaktionen über das Portal voraussichtlich für 48 Stunden ausgesetzt, bis die Sicherheitslücke behoben sei, sagte er. Der Minister erklärte, internationale Cybersicherheitsexperten hätten zwei äußerst schwerwiegende Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP entdeckt, die von rund 70 Prozent der Websites weltweit verwendet wird. Die Schwere der Gefahr zeige sich daran, dass zahlreiche Regierungs- und öffentliche Dienstleistungssysteme in den Niederlanden, Finnland, Dänemark und Frankreich vorübergehend abgeschaltet worden seien, fügte er hinzu und wies darauf hin, dass auch einige Dienste von Wikipedia und der BBC nicht mehr verfügbar gewesen seien. Ähnlich wie mehrere europäische Länder habe die Regierung beschlossen, einige staatliche Internetdienste abzuschalten oder einzuschränken, da der Schutz der Daten der Bürger und der sichere Betrieb der digitalen Dienste der Regierung oberste Priorität hätten, so Tanács.
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Das Nationale Institut für Cybersicherheit gab am Mittwoch eine als „kritisch“ eingestufte Warnung mit einem Schweregrad von 9,2 heraus und empfahl, Sicherheitspatches unverzüglich zu installieren. Wo dies nicht sofort möglich sei, sei eine vorübergehende Einschränkung der betroffenen Dienste gerechtfertigt, schrieb Zoltán Tanács. Der Minister forderte alle Unternehmen auf, ihre IT- oder Informationssicherheitsexperten zu beauftragen, zu prüfen, ob ihre Websites betroffen seien, und alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Sicherheitslücke so schnell wie möglich zu schließen.
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