Zalahaláp: 41 Meter hoher Mammutbaum gefällt

In der Gemeinde Zalahaláp wurde im Dezember 2017 der älteste und höchste Baum des Dorfes gefällt. Der Mammutbaum war 41 Meter hoch und etwa 130 Jahre alt.



Angesichts der Größe wurde zum Fällen des Baumes ein Spezialteam angefordert. Die Aufgabe übernahm der diplomierte Baumpfleger Kenric Grabherr, er ist spezialisiert auf alpine Seilklettertechnik. Zusammen mit seinem Kollegen, Balázs Tóth, wurde der Baum mit einem Umfang von 5,50 Meter systematisch entästet und schließlich zerlegt.

„Das Holz des Baumes wollen wir verwenden, sagte der Bürgermeister Lajos Bedő. „Aus dem gesunden Holz des Stammes werden von Künstlern Denkmäler und Skulpturen für den Dorfplatz geschnitzt. Einen Teil der Äste übergeben wir den Einwohnern als Erinnerung, immerhin war der Baum über viele Jahrzehnte hinweg Teil unseres Dorfes.“

Der Mammutbaum lag seit vier Jahren im Sterben. Eine Pilzkrankheit hatte den Baum befallen, die auch Experten über mehrere Jahre hinweg nicht heilen konnten, berichtete der Bürgermeister. „Der Baum wuchs nicht mehr, die Äste vertrockneten, die Rinde fiel ab. Die Gefahr, dass Äste bei einem Sturm vom Baum gerissen werden oder der Baum sogar umfallen könnte, wurde immer größer.“ Sachverständige des Justizministeriums, des Katastrophenschutzdienstes und der Forstwirtschaft fällten schließlich die Entscheidung, dass der kranke Mammutbaum von Zalahaláp bis 15. Dezember 2017 gefällt werden muss.

Übrigens:

Mit der Motorsäge in Seilklettertechnik im Baum zu arbeiten, erfordert eine gezielte Ausbildung, viel Übung und Erfahrung. Denn beim Baumklettern bewegt man sich zwischen Ästen, die das Körpergewicht eigentlich nicht tragen können und abbrechen. Doch der Ast bricht nicht und die Männer haben beide Hände frei zum Arbeiten – das ist die spezielle Baumklettertechnik, für die es sogar internationale Meisterschaften gibt. So spektakulär ging es auch in Zalahaláp zu, so dass die Baumpfleger einige Zuschauer bei ihrer Arbeit hatten.

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