Wegen eines möglicherweise defekten Kraftstoffschlauchs bittet Suzuki die Halter von 39.000 Suzuki Swift, ihr Auto in einer Werkstatt überprüfen zu lassen. Es handelt sich dabei um Modelle, die zwischen Herbst 2007 und Frühjahr 2008 im ungarischen Werk des japanischen Herstellers vom Band gelaufen sind. Darunter sind nur 6.230 Fahrzeuge, die auch in Ungarn verkauft wurden. Der Rest wurde in diverse europäische Länder exportiert. Nach Angaben von Suzuki muss bei den betroffenen Fahrzeugen die korrekte Lage des Kraftstoffschlauchs überprüft werden. Die Halter würden vom Hersteller per Brief informiert, ob auch ihr Fahrzeug von der Rückrufaktion betroffen sei oder nicht.
Redaktion
Wahl in Ungarn: Rechts siegt haushoch
Mit einem für Ungarn historisch einmaligen Ergebnis hat das Bündnis der rechtskonservativen Parteien Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) und KNDP (Christlich-Demokratische Volkspartei) die bislang regierenden Sozialisten auf die Oppositionsbänke geschickt. Schon im ersten Wahlgang gewannen sie unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten (1998/2002) Viktor Orbán 52,72 Prozent der abgegebenen Stimmen und haben damit bereits 208 der 386 Sitze im neuen Parlament sicher.
Die MSZP (Ungarische Sozialistische Partei) stürzte von 43 Prozent (2006) auf nunmehr 19,29 Prozent ab, während die ökölogische Partei „Politik kann anders sein“ vor allem aufgrund starken Zuspruchs in der Hauptstadt mit 7,42 Prozent auf Anhieb den Sprung ins Parlament schaffte. Mit Sorge nahm die internationale Öffentlichkeit den Erfolg der rechtsextremen Partei Jobbik (Die Besseren) auf, die mit knapp 17 Prozent ebenfalls zum ersten Mal im Parlament vertreten ist und damit ihr Ergebnis von der Europawahl noch verbesserte.
In der ersten Runde wurden in 119 Wahlkreisen die Wahlsieger gekürt, als zweite Runde ist in 57 Kreisen eine Stichwahl nötig. Dabei könnte Fidesz/KNDP noch die absolute Mehrheit erreichen, die der Fraktion auch Verfassungsänderungen ermöglichen würde.
Fidesz-Vorsitzender und Wahlsieger Orbán erklärte nach dem vorläufigen Wahlergebnis, der Sieg gehöre nicht seiner Partei, sondern Ungarn. Zum Erfolg werde jeder Ungar gebraucht. Die neue Regierung wird weiterhin mit der äußerst schwierigen Finanzlage des Landes zu kämpfen haben. Das Debakel der Sozialisten ist unter anderem mit mehreren Korruptionsfällen in ihrer achtjährigen Regierungszeit, den Krisenauswirkungen, aber auch der Obstruktionspolitik der bisherigen Opposition von Fidesz zu erklären. Fidesz hatte in den letzten Jahren keinerlei Kompromissbereitschaft im Umgang mit der Regierung gezeigt und die parlamentarische Mitwirkung zumeist verweigert.
Henkel Hungary steigert Jahresumsatz um 5,5 Prozent
Die ungarische Tochter des Konzerns Henkel hat im Rahmen einer Pressekonferenz Erlöse von 83,9 Milliarden Forint für das Jahr 2009 bekannt gegeben. Dies sind 5,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Exporterlöse stiegen dabei von 35,5 Milliarden in 2008 auf 39,6 Milliarden Forint im abgelaufenen Jahr an. Zu möglicherweise erzielten Gewinnen wollte das Unternehmen dagegen keine Angaben machen.
Neuwagen: Im Februar 56 Prozent weniger Zulassungen
Im Februar wurden in Ungarn lediglich 3.043 Neuwagen zugelassen und damit 56 Prozent weniger als im Februar 2009. Für die ersten beiden Monate des laufenden Jahres fällt der Rückgang mit 58 Prozent sogar noch höher aus. Dies berichtet der Verband der ungarischen Autoimporteure (MGE). Der Verband geht ebenfalls davon aus, dass größere Preisnachlässe für das erste Quartal 2010 zu erwarten sind. Der Absatz dürfte zur zweiten Jahreshälfte wieder ansteigen.
