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Polizei warnt: Balaton-Eis noch immer gefährlich

Ungeachtet des relativ strengen Winters ist das Eis auf dem Balaton immer noch nicht tragfähig. Die Polizei warnt deshalb immer wieder davor, zum Eissegeln oder Schlittschuhlaufen auf den See zu gehen. Mit verstärkten Patrouillen will die Wasserschutzpolizei am Wochenende ihrer Forderung Nachdruck verlehen, berichtet das staatliche Fernsehen. Es wird damit gerechnet, dass trotz der Gefahren zehntausende Menschen das Eis betreten und dort Schlittschuh laufen.

In den letzten Tagen ist es Polizeiangaben zufolge zu keinen dramatischen Unfällen auf dem Balaton-Eis gekommen, bei denen Rettungsaktionen notwendig geworden wären. Die Dicke des Eises beträgt jedoch je nach Lage nur zwischen 6 und 14 Zentimeter. Schneefälle, Tauwetter oder Nieselregen verschlechterten zudem die Qualität der Eisdecke.

Wie es von der Polizei hieß, kann jeder sich auf eigene Gefahr aufs Eis begeben, wenn es trägt, nicht taut und nicht bewegt. Mit Bestrafung muss jedoch rechnen, wer sich in verbotenen Zonen, im Gebiet von Häfen oder im Dunkeln aufs Eis wagt.

Zwei Menschen in Ungarn erfroren

In unbeheizten Wohnungen sind zwei Menschen in Ungarn an Auskühlung gestorben. In dem einen Fall handelte es sich um eine 84-jährige Frau in Kecskemét, die einem Polizeibericht zufolge hinfiel und erfror. Es wurden Ermittlungen eingeleitet, teilte die Polizei am Freitag mit.

In der Ortschaft Csömör (Komitat Pest) starb ein 53-jähriger Mann den Kältetod. In seinem Haus gab es weder Strom noch Heizung, berichtete die Polizei. Beide Fälle ereigneten sich bereits am Donnerstag.

Grenzer in Ungarn unter Verdacht

Mitarbeiter der Grenzwache von Balassagyarmat (Komitat Nógrád) sind nach dem Wegfall der Kontrollen an den Grenzen Ungarns innerhalb der EU unter Verdacht geraten. Die Budapester Militärstaatsanwaltschaft ermittelt gegen zehn Grenzer unter anderem wegen Unterschlagung und Diebstahl. Der Chef der Grenzwache gehört zwar noch nicht zu den Verdächtigen, an dessen Kelterhaus beschlagnahmte die Polizei jedoch 1500 Dachziegel aus Beständen der Einheit.

Den Verdächtigten wird vorgeworfen, bei der Grenzwache von Balassagyarmat Gegenstände entwendet zu haben, die bis zum 31. Dezember 2007 zu deren Eigentum gehörte. Das Internet-Portal des Nachrichtenmagazins für Wirtschaft und Politik „hvg“ fand heraus, dass sich mehrere Mitarbeiter der Einheit aussortierte oder aus Lagerbeständen abgeschriebene Artikel wie Übungsuniformen, Maschinen zur Holzbearbeitung und Baumaterial angeeignet haben sollen.

Die Angelegenheit kam genau im letzten Augenblick der Zusammenlegung von Grenzwache und Polizei ans Licht, nachdem auch Ungarn seine Grenzen zu den anderen Schengen-Staaten geöffnet hatte. Damit im Zusammenhang wurde auch das gesamte Eigentum der Grenzwache an die Polizei übergeben.

Unterstützung für Wasserregulierung

In Balatonfenyves stehen mehrere ufernahe Straßen und Grundstücke unter Wasser

Wegen der ausgiebigen Niederschläge der vergangenen Wochen stieg der Wasserstand des Balaton und auch des Velence-Sees über die erlaubte Regulierungsmarke, was den Ablauf von immer mehr Wasser erforderlich macht. Die Regierung startet ein umfassendes Programm zur Lösung der mit der Wasserregulierung verbundenen Probleme in den Gemeinden am Südbalaton.

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