Grippewelle in Ungarn breitet sich weiter aus

Die Grippe-Epidemie in Ungarn hat offenbar das ganze Land erfasst. In der dritten Woche dieses Jahres erhöhte sich die Häufigkeit grippeartiger Erkrankungen im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum auf das Anderthalbfache, teilte das Landeszentrum für Epidemiologie in seinem neuesten Bulletin mit. Zwischen dem 14. und 20. Januar suchten fast 50 000 Menschen mit Grippesymptomen einen Arzt auf.

Mit Ausnahme von Nógrád hatten die Arztpraxen mehr Patienten mit Influenza-Anzeichen zu bewältigen. Am stärksten stieg die Häufigkeit der Erkrankungen in den Regionen der nördlichen und der südlichen Großen Tiefebene. Dort wurde das Zweieinhalbfache von Krankheitsfällen verzeichnet. In den drei Regionen westlich der Donau erhöhte sich die Zahl auf das Anderthalb- bis Zweifache, in den mittel- und ostungarischen Regionen um 20 Prozent.

Insgesamt gibt es nach Einschätzung des Epidemiologischen Zentrums in Ungarn eine mittlere Influenza-Aktivität. Annähernd die Hälfte der Erkrankten sind Kinder.

Zigarettenschmuggel in Ungarn aufgeflogen

Ein Zigarettenschmuggel großen Stils ist in Ungarn unweit der Schengen-Außengrenze zur Ukraine aufgeflogen. Angehörige der Grenzpolizei wurden bei einer Patrouillenfahrt am Dienstagfrüh am Theißufer auf verdächtige Personen aufmerksam, die große Kartons verluden. Als diese die Uniformierten bemerkten, suchten sie ihr Heil in der Flucht, wobei sie ihre Fracht zurückließen.

In den Kartons befanden sich 24 000 Schachteln Zigaretten mit ukrainischen Banderolen, berichtet die Polizei. Nachdem die Beamten das Gelände abgeriegelt und durchsucht hatten, nahmen sie drei Ungarn fest, die mit dem Schmuggel in Verbindung gebracht werden.

Die Schmuggelware war in Plastiksäcken verpackt an Seilen vom ukrainischen Ufer der Theiß auf die ungarische Seite gezogen worden. Die Festgenommenen und das Schmuggelgut übergab die Polizei zur weiteren Ermittlung den Zollbehörden. Der Wert der Zigaretten wird mit über zehn Millionen Forint (mehr als 40 000 Euro) angegeben.

Gyönk – ein Ort mit deutschen Wurzeln

Vorgestellt: Gemeinden in der Region Tolna (4)

Gyönk ist ein kleines Dorf im Süden Ungarns (Komitat Tolna) mit ca. 2500 Einwohnern. Im wesentlichen unterscheidet sich dieser Ort nicht von vergleichbaren Dörfern Ungarns. Hier ist es sehr ruhig, friedlich, still und beschaulich. Erreichbar ist es von Pincehely und Szekszárd, bzw. Högyész. 150 km südlich von Budapest; 60 km östlich vom Balaton, 80 km nördlich von Pécs, in einem der Siedlungsgebiete der ungarndeutschen Minderheit.

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Ungarn: Menschenräuber aus China gefasst

Die Budapester Polizei hat in Zusammenarbeit mit der Terrorabwehr Ungarns am 16. Januar sechs Chinesen festgenommen, die der Entführung eines Landsmannes verdächtig sind. Das teilte das Budapester Polizeipräsidium am Montag mit. Zwei Tage vor ihrer Festnahme sollen die Tatverdächtigen zwei Chinesen vor deren Wohnung in Budapest angegriffen und einen davon vermutlich mit Waffengewalt in einem Auto verschleppt haben. Danach sollen sie Verbindung mit der Frau der Geisel aufgenommen und 300 000 Euro Lösegeld gefordert haben.

Ermittler der Abteilung gegen das Organisierte Verbrechen nahmen die sechs Beschuldigten nach einer neuen telefonischen Lösegeldforderung in einem Einfamilienhaus fest, wo sich auch der Entführte befand. Bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten Polizisten Handfeuerwaffen und Schocker. Die Ermittlungen ergaben unter anderem, dass die Tatverdächtigen ihrer Geisel Wertgegenstände abnahmen, sie misshandelten, folterten, in Fesseln gefangen hielten und ihr die Ermordung seiner Familie androhten.