Hitze-Alarm in Ungarn

Für Donnerstag und Freitag dieser Woche hat der amtsärztliche Dienst Ungarns Hitze-Alarm ausgerufen. An mehreren Orten des Landes würden Durchschnittstemperaturen von über 27 Grad erwartet, hieß es in einer Mitteilung. Am Wochenende sei dann wieder eine Kaltfront und damit leichte Abkühlung zu erwarten.

Wegen der Hitze ruft der oberste Amtsarzt des Landes, Dr. Ferenc Falusi die Gesundheitseinrichtungen, Rettungsdienste und Selbstverwaltungen der Kommunen dazu auf, vorbeugende Maßnahmen für den Gesundheitsschutz zu ergreifen. Für alle gelte jedoch der Rat, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sich in den Mittagsstunden nicht der Sonne auszusetzen und eine schützende Kopfbedeckung zu tragen. Alle sollten auf Kinder und ältere Menschen achten. Niemand dürfe im Auto zurückgelassen werden.

Am Donnerstag sind in den frühen Morgenstunden 18 bis 23, am Tag bis zu 40 Grad zu erwarten, für Freitag werden am Morgen bis zu 25, am Tag 32 bis 37 Grad vorausgesagt.

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Touristen in Ungarn erpresst – Fünf Festnahmen

Wegen Erpressung und Freiheitsberaubung sind fünf Angestellte eines Nachtklubs in der Budapester Üllői út festgenommen worden. Gegen sie wurde Haftbefehl beantragt, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Nach bisherigen Angaben hätten die vier Frauen und ein Mann am 5. Juli drei spanische Touristen gezwungen, wesentlich überhöhte Rechnungen für Getränke zu akzeptieren und zu bezahlen. Als der Kellner für zwei Whisky und ein Bier mehrere hunderttausend Forint forderte (100 000 Ft. Etwa 370 Euro), kam es zum Streit. Der Kellner drohte, einen Freund zu rufen, der die Gäste verprügeln würde. Ähnliche Drohungen kamen auch von den anderen Beteiligten.

Schließlich wurde die offenkundig falsche Rechnung beglichen. Die Spanier erstatteten jedoch später Anzeige und die Hauptabteilung der Budapester Polizei für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität nahm die mutmaßlichen Erpresser fest.

Schweinegrippe fordert in Ungarn erstes Todesopfer

Die Schweinegrippe hat nun auch in Ungarn ihr erstes Todesopfer gefordert. Dabei handelt es sich um einen 41-jährigen Mann, dessen Zustand durch Grundleiden verschlimmert wurde, berichtet das Büro des Regierungssprechers am Mittwoch. Bisher seien in Ungarn 36 Fälle der Erkrankung an dem H1N1-Virus registriert worden, von denen 35 einen leichten Verlauf nahmen. Den Tod des einen Patienten könne man nicht als außergewöhnlich bezeichnen, weil auch bei der saisonalen Grippe jedes Jahr an einer außergewöhnlich schnell entstehenden Lungenentzündung sterben.

Innerhalb von 24 Stunden zum Mittwoch seien sieben Kranke mit der Schweinegrippe registriert worden, die alle leichtere Fälle darstellen. Zwei von ihnen werden im Krankenhaus beobachtet, die anderen sind an ihren Aufenthaltsorten in Quarantäne.

Die ungarische Regierung organisiert seit Ende April nach einem nationalen Pandemie-Plan den Schutz gegen die Influenza A(H1N1)v. Die Massenherstellung eines Impfstoffes wird gegenwärtig vorbereitet, so dass Anfang Oktober die Impfungen landesweit beginnen können. Damit liegt Ungarn der Mitteilung zufolge auch international an der Spitze.

Rückgabe an den Staat

Weltlich-kirchliche Zusammenarbeit mit Modellcharakter im Mosdóser Krankenhaus

Ende November stellt sich heraus, in welcher Weise die Regierung eine beträchtliche Kapazität von Krankenhäusern streichen wird. Als eine der im Gesundheitswesen erfolgenden Kürzungen verzichtet die reformierte Kirche auf ihr Betreibungsrecht des Mosdóser Krankenhauses, doch sie bleibt in der Altenversorgung und der Unterrichts- und Seelsorgetätigkeit der Institution aktiv.

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Straßenwalze vernichtet Sonnenbrillen

Mehr als 70 000 Sonnenbrillen sind am Dienstag im südungarischen Komitatszentrum Pécs einer Straßenwalze zum Opfer gefallen. Den Auftrag zu dieser Vernichtungsaktion gab der ungarische Zoll, der die Brillen, allesamt Fälschungen im Februar 2006 am Grenzübergang zu Kroatien in Barcs beschlagnahmt hatte, berichtet das Internetportal sonline.hu. Ihr Marktwert belief sich auf rund 107 Millionen Forint (etwa 430 000 Euro). Die konfiszierten Stücke waren zwar minderer Qualität, dabei aber den Originalen täuschend ähnlich. Die Fahndung nach den Fälschern blieb jedoch ohne Erfolg, so dass die Ermittlungen im Juli vorigen Jahres eingestallt wurden. Da die Brillen nicht für karitative Zwecke verwendet werden konnten, wurde ihre Vernichtung angeordnet.