Ungarn: Regierung sagt Audi Unterstützung zu

Bei einem Besuch des Werks des deutschen Autoherstellers Audi in Győr sagte Ministerpräsident Viktor Orbán, dass zur Wiederankurbelung der Wirtschaft umfangreiche staatliche Unterstützung erforderlich sei – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Am Montag wurde die Motoren- und Fahrzeugproduktion im Audi-Werk wieder aufgenommen. Orbán sagte, selbst „Weltklasse-Fabriken“ wie die von Audi seien anfällig für die Viruspandemie, und auch das ungarische Werk benötige staatliche Hilfe.

Orbán sagte zu, allen Arbeitern und Ingenieuren, die im Werk arbeiten, zu helfen und das Werk finanziell zu unterstützen, damit es mit voller Kapazität arbeiten kann. „Wir werden die Krise nicht nur überleben, sondern gestärkt aus ihr hervorgehen“, sagte der Ministerpräsident. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass es entscheidend sei, dass Fabrikbesitzer, Manager und Arbeiter „gute Geschäfte machen“. „Arbeitsplätze können nur durch Deals geschützt werden“, sagte Orbán. Der Ministerpräsident sagte, es könne bis zu zwei Jahre dauern, bis Fabriken mit der Planung von Kapazitätserweiterungen beginnen, die über das Vor-Virus-Niveau hinausgehen. Orbán nannte das Audi-Werk die „Bastion der ungarischen Industrie“ und den „Stolz der Nation“ und wies darauf hin, dass Audi mehr als 11 Milliarden Euro in das nun klimaneutrale Werk investiert habe. Orbáns Besuch im Werk fiel mit dem Hochfahren des Werks auf drei Schichten zusammen.