Benkő: Deutsche und ungarische Streitkräfte pflegen starke Zusammenarbeit

Verteidigungsminister Tibor Benkő traf seine deutsche Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer und lobte „extrem gute, starke, freundschaftliche Beziehungen“ zwischen ihren jeweiligen Streitkräften. Benkő nannte ihre Gespräche „effektiv und produktiv“. Das Hauptziel Deutschlands während seiner EU-Präsidentschaft sei es, gemeinsam mit anderen Ländern den Frieden und die Sicherheit des Blocks aufzubauen, sagte er auf einer Pressekonferenz – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Eine effektive Zusammenarbeit zwischen der NATO und der Europäischen Union liege im gemeinsamen Interesse beider Länder, sagte Benkő und fügte hinzu, dass alle Nationen ihre spezifischen sicherheitspolitischen Bedürfnisse hätten. Deutschland habe sich verpflichtet, diese spezifischen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Benkő sagte, dass starke Verbindungen besonders im Afghanistan-Einsatz und im Gesundheitsprojekt Pesco, das auch die Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie umfasst, sichtbar seien. Er dankte Deutschland und seiner Verteidigungsindustrie für ihre starke Unterstützung der Entwicklung der ungarischen Verteidigungsfähigkeiten. Der Großteil der Beschaffungen der ungarischen Armee sei mit deutschen Firmen unter Vertrag genommen worden, sagte er und fügte hinzu, dass weitere Beschaffungen in Vorbereitung seien.

Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, dass beide Länder dabei seien, die Fähigkeiten ihrer Armeen auf den neuesten Stand zu bringen, und dass sie bei der Modernisierung ihrer Rüstung und Ausrüstung eng zusammenarbeiten. Kramp-Karrenbauer merkte an, dass Ungarn und Deutschland 2023 die Gemeinsame Task Force der NATO für sehr hohe Einsatzbereitschaft (VJTF) einrichten und 2025 im EU-Kontingent zusammenarbeiten werden. Dies signalisiere ihr Engagement für Aufgaben sowohl innerhalb der NATO als auch der EU, fügte sie hinzu.

In Bezug auf die europäische Verteidigungspolitik sagte Kramp-Karrenbauer, es sei wichtig, Herausforderungen gemeinsam zu identifizieren. Die ungarischen und deutschen Streitkräfte hätten während der Coronavirus-Pandemie gut zusammengearbeitet, sagte sie und fügte hinzu, sie freue sich auf die weitere gemeinsame Arbeit im Rahmen des Pesco-Projekts.